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Das bargeldlose Bezahlen ist zwar bequem, die Mehrheit der Kunden macht sich dabei aber sorgen um die Datensicherheit.

Verbraucherschützer fordern mehr Sicherheit

Kunden wollen besseren Datenschutz beim Bezahlen

Berlin - Fast jeder bezahlt inzwischen in der einen oder anderen Form bargeldlos, drei von vier Deutschen fühlen sich dabei aber nicht ganz wohl.

Einer am Donnerstag veröffentlichten Emnid-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands zufolge sehen 76 Prozent aller Befragten Defizite beim Datenschutz, wenn sie per EC-Karte, Kreditkarte, Online-Überweisung oder Online-Bezahldienst zahlen. Fast ebenso viele, 73 Prozent, zweifeln, ob ihr Geld beim bargeldlosen Bezahlen auch wirklich sicher ist. Die Verbraucherschützer fordern, der digitale Verbraucheralltag müsse "so praktikabel und sicher sein wie möglich" - die Bundesregierung müsse Verbraucheranliegen einen höheren Stellenwert in ihrer Digitalen Agenda einräumen.

Laut der Umfrage unter 1000 Deutschen ab 18 Jahren sind vier von fünf von ihnen online, und zwar zwei Drittel von ihnen täglich. Die meisten finden, das Internet habe einen positiven Einfluss auf ihr Leben. Bei Verbraucherfragen suchen viele erst einmal im Netz nach Informationen - etwa zu Gesundheitsthemen (54 Prozent) oder über Herkunft, Preis oder Nährwert von Lebensmitteln (29 Prozent).

Mit ein paar Klicks kaufen die Nutzer Produkte, laden Musik und Filme herunter oder schließen andere Verträge ab - die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) akzeptiert dabei jeder Zweite (53 Prozent) meist oder immer, ohne sie gelesen oder verstanden zu haben. Als Entschuldigung geben die meisten (72 Prozent) an, die AGB seien zu lang oder zu kompliziert. Der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht hier Handlungsbedarf: Die AGB müssten verständlicher formuliert werden.

"Auffällig" sei auch, dass viele Verbraucher gar nicht wüssten, in welchem Umfang und wozu ihre Daten gesammelt werden. Laut der Umfrage wissen 56 Prozent nicht, dass bereits heute in modernen Autos Geräte wie Assistenzsysteme, das Navi, aber auch Scheinwerfer, Außenthermometer oder Wischwasseranzeige Daten sammeln. Die meisten finden das zwar in Ordnung, wenn es der Sicherheit dient und den Fahrkomfort verbessert. Eine Speicherung dieser Daten lehnt aber die Hälfte kategorisch ab - staatlichen Stellen wie Behörden würde ein Drittel die Datenspeicherung aber erlauben. 

AFP

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