Drogeriekette dm
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Kunden der Drogeriekette dm müssen künftig in vielen Filialen auf Gratis-Plastiktüten verzichten.

Der Umwelt zuliebe

Mit der Entscheidung macht sich dm noch beliebter

Karlsruhe - Die Kunden der Drogeriekette dm müssen in Zukunft in vielen Filialen auf Gratis-Plastiktüten verzichten. Grund dafür ist das Thema Umweltschutz und eine Vorgabe der EU-Komission.

Wie die dm-Zentrale in Karlsruhe bestätigt, gibt es bereits viele Filialen in Deutschland, in denen keine Gratis-Plastiktüten mehr angeboten werden. Die Kunden werden mit einem Schild auf diesen Umstand hingewiesen: "Hier gibt es keine Gratis-Plastiktüten mehr. Wer Interesse an umweltfreundlichen Alternativen habe, möge sich ans Personal wenden."

Für diese Änderung hat sich die Drogeriekette nach Testläufen in unterschiedlichen Filialen entschieden. Zukünftig ist es den Leitern der circa 1600 Filialen in Deutschland freigestellt, ob sie ihren Kunden Gratis-Tüten zur Verfügung stellen oder nicht.

EU will Plastiktüten-Verbrauch senken

Mit diesem Schritt reagiert man auf die von der EU-Kommission angestrebten Reduzierung des Plastiktüten-Verbrauchs. Jeder Bürger in Europa soll bis Ende 2025 im Schnitt noch 40 Beutel verbrauchen - das wären knapp 80 Prozent weniger als 2010. In Deutschland werden allerdings schon heute vergleichsweise wenige Tüten genutzt. So nutzte nach Angaben der EU-Kommission im Jahr 2010 jeder Deutsche im Durchschnitt 64 Einwegtüten. Zum Vergleich: Der europäische Durchschnitt lag bei 176 Einwegtüten.     

Um weniger leichte Einwegtüten in Umlauf zu bringen, dürfen die EU-Staaten künftig Steuern oder Gebühren auf Beutel erheben. Zudem sollen die Staaten konkrete Ziele zur Verminderung beschließen. Auch nationale Verbote wären dann möglich.

mzl/dpa

Markus Leiter

E-Mail:info@merkur.de

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