+
Leerer Strand in Antalaya: Grund für den Tourismusrückgang in der Türkei sind unter anderem wiederholte Terroranschläge und die monatelange Krise mit Russland. Foto: Marius Becker

Einnahmen im türkischen Tourismussektor brechen ein

Istanbul (dpa) - Nach Terroranschlägen und Krisen in der Türkei sind die Einnahmen im Tourismussektor eingebrochen.

In den ersten sechs Monaten des Jahres gingen die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 41 Prozent zurück, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Daten der türkischen Zentralbank hervorgeht. Von Januar bis Juni im vergangenen Jahr habe der Sektor noch rund 7,9 Milliarden US-Dollar (rund 7,1 Milliarden Euro) eingebracht, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren es nur noch rund 4,7 Milliarden (rund 4,2 Milliarden Euro).

Das Tourismusministerium hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass im Juni knapp 41 Prozent weniger Besucher in die Türkei kamen als im Vorjahresmonat. Grund für den Rückgang sind unter anderem wiederholte Terroranschläge und die monatelange Krise mit Russland. Inzwischen näheren sich die beiden Länder wieder an und die Unternehmer hoffen auf Urlauber aus Russland.

Der Putschversuch vom 15. Juli könnte sich jedoch weiter negativ auf den Sektor auswirken. Die Finansbank teilte nach Veröffentlichung der Zahlen mit, sie erwarte, dass der Verlust im zweiten Halbjahr noch größer sei. Von Juli bis September sei Hauptsaison.

Daten der türkischen Zentralbank

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EU-Verfahren gegen Deutschland im Abgas-Skandal

Was wusste die Aufsichtsbehörden? Haben sie vielleicht sogar weggeschaut? Wegen des VW-Abgasskandals soll sich Deutschland einem Verfahren stellen. Neuer Streit zwischen …
EU-Verfahren gegen Deutschland im Abgas-Skandal

Ex-Drogeriemarkt-König Anton Schlecker muss vor Gericht

Stuttgart - Das Aus der Drogeriemarktkette Schlecker war eine der spektakulärsten Pleiten der deutschen Handelsgeschichte. Nun steht fest: Anton Schlecker muss auf die …
Ex-Drogeriemarkt-König Anton Schlecker muss vor Gericht

Millionenstrafe für Pfizer wegen überhöhter Preise

Der US-Pharmamulti Pfizer soll in Großbritannien Strafgeld zahlen. Der Vorwurf: plötzlich gestiegene Preise bei einem wichtigen Medikament für Epileptiker. Der Konzern …
Millionenstrafe für Pfizer wegen überhöhter Preise

„Die EZB schafft die Grundlage für die nächste Krise“

München - Am Donnerstag tagt in Frankfurt der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) und entscheidet über die weitere Ausrichtung der Geldpolitik. Wir sprachen mit dem …
„Die EZB schafft die Grundlage für die nächste Krise“

Kommentare