Die zuständigen EU-Minister haben sich auf eine Neufassung der Energiekennzeichnung für Haushaltsgeräte geeinigt. So soll vor dem Kauf noch besser eingeschätz werden können, wie effizient das Gerät ist. Foto: Bernd Settnik/Archiv/Symbolbild
+
Die zuständigen EU-Minister haben sich auf eine Neufassung der Energiekennzeichnung für Haushaltsgeräte geeinigt. So soll vor dem Kauf noch besser eingeschätz werden können, wie effizient das Gerät ist. Foto: Bernd Settnik/Archiv/Symbolbild

EU-Staaten einig über Reform der Energiekennzeichnung

Stromfresser oder Energiesparer? Wer ein Elektrogerät kauft, möchte gerne wissen, wie effizient es ist. Bei der Einschätzung helfen farbige Etiketten. Weil die Geräte immer effizienter werden, steht nun eine Überarbeitung an.

Brüssel (dpa) - Die Reform der Energiekennzeichnung für Haushaltsgeräte kommt voran. Die zuständigen Minister der EU-Staaten haben sich bei ihrem Treffen auf Grundzüge einer Neufassung geeinigt. Nun stehen aber noch Verhandlungen mit dem EU-Parlament an, beide Seiten müssen sich einig werden.

Mit Hilfe der bunten Skala von dunkelgrün bis rot beziehungsweise einer Kennzeichnung mit Buchstaben von A bis G können Verbraucher erkennen, wie energieeffizient Haushaltsgeräte sind. Da die Geräte mit den Jahren immer besser geworden sind, werden die obersten Kategorien immer voller, die untersten bleiben leer. Deshalb wurden vor einigen Jahren zusätzliche Kategorien bis hin zu A+++ für besonders effiziente Kühlschränke oder Waschmaschinen geschaffen.

Nun allerdings sollen die Einstufungen auf EU-Ebene grundsätzlich überarbeitet werden. Die Staaten wollen dabei zum Beispiel die besten ein oder zwei Klassen frei lassen, um Raum für technische Verbesserungen zu lassen. Die genauen Details soll später die EU-Kommission austüfteln.

Für eine Übergangszeit, so die Minister, sollten die alten Effizienz-Label neben den Etiketten mit der neuen Skala stehen. Ein kurzfristiger Austausch würde die Kunden zu stark verwirren, so das Argument.

Die Energieeffizienz-Etiketten wurden für unterschiedliche Geräte nach und nach eingeführt. Für Backöfen etwa gibt es sie seit 2003, für Staubsauger erst seit dem vergangenen Jahr. Händler müssen die Geräte so kennzeichnen, dass die Einstufung für den Kunden im Laden gut erkennbar ist.

Informationen der luxemburgischen Ratspräsidentschaft zu dem Treffen

Einigung zu Energiekennzeichnung

Fachverband ZVEI zum Energielabel

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fresenius bekommt neuen Chef - Sturm folgt auf Schneider

Bad Homburg (dpa) - Der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius bekommt einen neuen Chef. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Ulf Schneider werde das Unternehmen bis Ende …
Fresenius bekommt neuen Chef - Sturm folgt auf Schneider

BIZ: Faule Kredite weiter großes Problem europäischer Banken

Basel (dpa) - Faule Kredite in den Büchern von Banken haben nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) gerade in der Eurozone weiter große …
BIZ: Faule Kredite weiter großes Problem europäischer Banken

Studie: Britische Wirtschaft großer Brexit-Verlierer

Nach dem Votum der Briten zum EU-Austritt zeichnen Ökonomen düstere Prognosen. Großbritannien büße am meisten ein, doch auch die deutsche Wirtschaft werde getroffen. …
Studie: Britische Wirtschaft großer Brexit-Verlierer

Spanien statt Türkei: Tui fürchtet Krise am Bosporus nicht

Terroranschläge in der Türkei, Nordafrika und Europa halten die Reisebranche in Atem. Kunden sind verunsichert, die Buchungen in deutschen Reisebüros brachen zuletzt …
Spanien statt Türkei: Tui fürchtet Krise am Bosporus nicht

Kommentare