Facebook
+
Zahlreiche bunte Filzstifte am Logo in der Facebook-Europazentrale in Dublin.

16 Prozent mehr Nutzer

Mobile beflügelt Facebook: Aktie springt hoch

Menlo Park - Sprudelnde Einnahmen durch Werbung auf Smartphones und Tablets halten das soziale Netzwerk Facebook auf wirtschaftlichem Erfolgskurs. Im Abschlussquartal 2013 habe sich der Gewinn verachtfacht.

Trotz aller Berichte über eine Abwanderung der Jugend entwickelt sich Facebook bestens. Das weltgrößte soziale Netzwerk konnte zum Ende des Jahres die Zahl von 1,2 Milliarden Nutzern überspringen. Die meisten davon wählen sich täglich ein, bevorzugt über ihr Smartphone oder ihren Tablet-Computer. Das sorgt für sprudelnde Werbeeinnahmen.

Der Umsatz schoss im Schlussquartal um 63 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) in die Höhe. Der Gewinn verachtfachte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf unterm Strich 523 Millionen Dollar. „Es war ein großartiger Abschluss des Jahres für Facebook“, erklärte Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg am Mittwoch am Sitz im kalifornischen Menlo Park.

Erfolg mit Mobile hat Anleger den Glauben in Facebook zurückgebracht

Mit dem Abschneiden verblüffte Facebook die Börsianer. Analysten hatten nicht mit einem derart starken Geschäftsverlauf gerechnet. Nachbörslich schoss die Aktie um mehr als 9 Prozent auf gut 58 Dollar in die Höhe. Das war nahe am Allzeithoch. Zum Börsengang im Mai 2012 hatte das Papier 38 Dollar gekostet und war zwischenzeitlich auf unter 18 Dollar abgestürzt.

Vor allem die Einnahmen aus dem sogenannten mobilen Geschäft - also Smartphones und Tablets - sind jedoch stark gestiegen. Das hat den Anlegern den Glauben in Facebook zurückgebracht. Im Schlussquartal nahm Facebook zum ersten Mal mehr Werbegelder mobil ein als über die klassische Website. Die Quote lag bei 53 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es erst 23 Prozent.

16 Prozent mehr Facebook-Nutzer

Das ist besonders deshalb erstaunlich, weil auf Smartphones gezeigte Werbung üblicherweise weniger Geld einbringt. Das starke Nutzerwachstum im mobilen Bereich konnte dies jedoch ausgleichen: 945 Millionen Menschen verbinden sich mindestens einmal im Monat per Smartphone und Tablet mit ihren Facebook-Freunden, 39 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die meisten schauen sogar täglich vorbei.

Insgesamt hat Facebook nun 1,23 Milliarden Nutzer, ein Zuwachs von 16 Prozent. Dabei gab es zuletzt mehrfach Berichte, wonach die Jugend in Scharen zu anderen sozialen Netzwerken wie Twitter, Tumblr, WhatsApp oder Snapchat abwandere. Facebook selbst hatte eingeräumt, dass die Zahl täglicher Nutzer unter jungen Teenagern nachgelassen habe, allerdings nicht dramatisch.

Im gesamten vergangenen Jahr kam Facebook auf einen Umsatz von 7,9 Milliarden Dollar und auf einen Gewinn von unterm Strich 1,5 Milliarden Dollar. Neben Werbung kassiert Facebook auch bei kostenpflichtigen Online-Spielen mit.

dpa

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Aufwärtstrend beim Konsumklima

Nürnberg (dpa) - Die guten Konjunkturaussichten für dieses Jahr haben die Verbraucherstimmung in Deutschland weiter aufgehellt. Nach einer Delle zum Jahresende 2015 habe …
Aufwärtstrend beim Konsumklima

Bayer will trotz Monsanto-Neins weiter verhandeln

Bayer wird wohl eine Schippe drauflegen müssen, um Monsanto von seinem Übernahmeplan zu überzeugen. Doch die Leverkusener bekräftigen ihre Absichten. Bei 55 Milliarden …
Bayer will trotz Monsanto-Neins weiter verhandeln

Neue EU-Regeln für Online-Handel und Streaming-Dienste

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission will heute neue Regeln unter anderem für den Online-Handel und Streaming-Dienste vorschlagen. So sollen Internet-Händler Kunden nicht …
Neue EU-Regeln für Online-Handel und Streaming-Dienste

Bundesarbeitsgericht fällt erstes Urteil zum Mindestlohn

Mindestens 8,50 Euro pro Stunde müssen es sein - so will es das Mindestlohngesetz. Es soll Millionen von Arbeitnehmern mehr Geld bringen. Erstmals beschäftigt sich jetzt …
Bundesarbeitsgericht fällt erstes Urteil zum Mindestlohn

Kommentare