Die Zahl der deutschen Autofahrer, die ausschließlich wegen des Tankens nach Polen fahren, wird derzeit tendenziell kleiner. Foto: Patrick Pleul
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Die Zahl der deutschen Autofahrer, die ausschließlich wegen des Tankens nach Polen fahren, wird derzeit tendenziell kleiner. Foto: Patrick Pleul

Sprit bis zu 30 Cent pro Liter günstiger

Fallende Spritpreise wirken sich auf Tanktourismus aus

Luxemburg/Slubice - Sinkende Spritpreise in Deutschland bremsen den Tanktourismus in Luxemburg und Polen aus.

Der ADAC Berlin-Brandenburg geht davon aus, dass die Zahl der deutschen Autofahrer, die ausschließlich wegen des Tankens nach Polen fahren, derzeit tendenziell kleiner wird. Auch der polnische Verband unabhängiger Tankstellenbetreiber bestätigt, dass derzeit etwas weniger Deutsche zum Tanken kommen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostbrandenburg wies indes darauf hin, dass wegen des schwachen polnischen Zloty zum Euro Tanken in Polen immer noch billig sei.

Auch Luxemburg sieht weniger Tanktouristen aus Deutschland. Der Präsident des luxemburgischen Verbandes der Tankstellenbetreiber, Roland Clerbaut, schätzt, dass der Umsatz an den Tankstellen in Grenznähe in den vergangenen zwei Jahren um rund zehn Prozent gesunken ist. Tanken in Luxemburg ist aber nach wie vor wegen der niedrigeren Mineralölsteuer billiger: Diesel, Benzin und Super sind je nach Region in Deutschland bis zu 30 Cent pro Liter günstiger.

Der Absatz von Benzin und Diesel in Luxemburg schrumpfe seit etwa fünf Jahren, sagt der Präsident des Verbandes der luxemburgischen Mineralölfirmen, Romain Hoffmann. Ein Grund sei, dass moderne Autos weniger verbrauchten.

dpa

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