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Die Spezialisten der UBS greifen für die Investmentplanung unter anderem auf länderspezifische Analysen aus dem eigenen Haus zurück.

Family Office-Experten der UBS

„Gleiches Ziel wie die Kunden“

Die Family Office-Experten der UBS steuern für vermögende Familien die Vermögensplanung und nehmen dafür den Blickwinkel ihrer Kunden ein.

Wenn Christian Neubert seinen beruflichen Alltag beschreibt, merkt man dem Finanzspezialisten die Begeisterung für seine Arbeit an. Neubert leitet die Sparte Family Advisory Services der UBS Deutschland AG und damit ein spannendes Gebiet: Seine Kunden sind wohlhabende Familien, die einen komplexen Beratungsbedarf haben. Darauf ist Neubert gut vorbereitet: Seit 25 Jahren berät er bereits in Anlagethemen, ausgebildet als Certified Financial Planner (CFP). Dieses Zertifikat genießt einen ausgezeichneten Ruf. Die Expertise für die Betreuung wohlhabender Familien zu nutzen, sei eine „logische Weiterentwicklung“ gewesen, sagt Neubert im Interview mit dieser Zeitung.

Wohlhabende Familien suchen eine ganzheitliche Beratung

Vor 16 Jahren startete der Anlagespezialist mit einem Expertenteam den Aufbau der Family Office-Sparte für die UBS in Deutschland. „Anlass war die Nachfrage von Kunden.“ Meist sind es auch heuer mittelständische Unternehmer, die ihre Firma verkaufen und ihr Vermögen in guten Händen wissen wollen. Wohlhabende Familien denken langfristig und suchen eine ganzheitliche Beratung, nicht nur punktuell, sondern dauerhaft. Die Strukturen dafür etablierte Neubert in der Bank.

„Die CFP-Ausbildung gab mir gute Voraussetzungen“, sagt der Experte heute. Er verfügt über einen breiten Überblick über alle Vermögensgegenstände und viele Anlageklassen. Genau diesen breiten Ansatz fand er auch bei der UBS, weshalb ihm die Aufbauarbeit besonders viel Freude bereitete. Das trägt auch und gerade heute: „Die Bank ist gut aufgestellt; das Zusammenspiel der Experten macht den Erfolg aus.“

Die UBS ist auf mehreren Ebenen im Family Office-Geschäft tätig. Zum einen selbst als Family Offíce für Kunden in Deutschland, darüber hinaus bietet die Bank von ihrer Zentrale in der Schweiz aus global Dienstleistungen für andere Family Offices an. Mit ihrer Investmentbank verfügt die UBS außerdem über die notwendige Infrastruktur, die Experten können Strukturierungen vornehmen oder Dienstleistungen im Handel anbieten. Interessante Erkenntnisse aus dem umfangreichen Spektrum veröffentlicht die Bank regelmäßig in ihren viel beachteten Global Family Office Surveys oder den World Ultra Wealth Reports über sehr hohe Vermögen.

Dass die Family Office-Arbeit an einer Großbank angedockt ist, sieht Neubert nicht als Problem – im Gegenteil: „Wir arbeiten unabhängig und ohne Vorgaben.“ Individuelle Lösungen seien wichtig, nicht der Verkauf von Produkten. Offenbar fühlen sich die Kunden wohl in dieser Struktur: „Sie bleiben langfristig bei uns, viele sind noch aus der Zeit der Startphase dabei“, bilanziert Neubert. Die langfristige Orientierung unterstreicht das Family Office-Team selbst dadurch, dass auch viele Mitarbeiter schon lange Zeit dabei sind.

Kontaktpflege zu und Kontrolle der Vermögensverwalter

Zur kontinuierlichen Arbeit gehört vor allem die Kontaktpflege und Kontrolle der Vermögensverwalter. Deren Daten zur Entwicklung des Vermögens, zu den Investments und den strategischen Vorgehensweisen analysieren die Family Officer. „Wir schauen: Wie hat sich das Vermögen je nach Verwalter entwickelt?“ Die UBS-Spezialisten sprechen auch mit neuen Kandidaten für die Vermögensverwaltung.

Bei der strategischen Investmentplanung greifen sie auf die Expertise im eigenen Haus zurück: „Wir haben ein umfangreiches eigenes Research“, beschreibt Neubert den Vorteil. Die Konjunktur-, Länder- oder Anlage-spezialisten der UBS erstellen auch Studien, auf die die Family Office-Experten zurückgreifen können.

All dies – das Nutzen der Ressourcen aus dem eigenen Haus ebenso wie die Kontrolle der Verwalter – dient, so Neubert, einem Zweck: „Wir verfolgen das gleiche Ziel wie unsere Kunden, wir haben den gleichen Blickwinkel wie sie.“ Zusammen mit ihnen nehmen sie auch die nächste Generation mit, binden sie in die Planung ein. In Seminaren bieten sie ihren Mandanten Unterstützung für viele Themen. Spannend derzeit: „Nachhaltiges Investieren wird für die Kunden immer wichtiger“, sagt Neubert. Er stellt auch eine große Nachfrage nach philantropischen Themen fest. Auch solche Einblicke in die Seelenlage bekommen die Spezialisten, fürwahr ein interessanter Beruf.

Von Jürgen Grosche

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