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Die Steuererklärungen der Rentner können noch nicht ausgewertet werden.

Fiskus kann Rentner erst ab Mai kontrollieren

Berlin - Rentner müssen doch erst ab Mai mit Kontrollen durch den Fiskus rechnen. Frühestens dann werde die Software geliefert, mit der die Finanzämter die Steuererklärungen der Rentner kontrollieren können.

Bislang können die Ämter die Millionen von Rentenbezugsmitteilungen, die sie seit Oktober bekommen, nicht auswerten, erklärte Dieter Ondracek, Chef der Deutschen Steuergewerkschaft, dem “Tagesspiegel“ (Montag). Die Software, mit der überprüft wird, ob Rentner ihre Einnahmen in der Vergangenheit richtig angegeben haben, wird in Nordrhein-Westfalen entwickelt.

Seit 2005 müssen Rentner grundsätzlich mindestens 50 Prozent ihrer Altersgelder versteuern. Durchschnittsrenten sind jedoch steuerfrei. Bei Zusatzeinkünften können aber auch Durchschnittsrentner steuerpflichtig werden. Wer in diesen Fällen keine oder nur eine unvollständige Steuererklärung abgegeben hat, muss mit Nachzahlungen rechnen. Die ersten Rückforderungen wird es laut Steuergewerkschaft voraussichtlich im Sommer geben. Ein erster Probelauf mit der Prüfsoftware habe allerdings zu überraschenden Erkenntnissen geführt.

Die Zahl der Rentner, die Steuern nachzahlen müssten, und die Zahl derer, die zu viel gezahlt hätten, hielten sich in etwa die Waage, sagte Manfred Lehmann, Chef der Deutschen Steuergewerkschaft in NRW, dem “Tagesspiegel“. Rentner, die Rückzahlungen verlangen könnten, stehen indes vor einem Problem. Die meisten Steuerbescheide sind inzwischen bestandskräftig. Nur wenn der Steuerbescheid offensichtlich unrichtig ist, könne der Steuerzahler auf eine Erstattung hoffen, sagte Lehmann.

dpa

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