+
Hebamme Eve Buchholz untersucht eine Schwangere in ihrer Praxis in Dresden.

Wegen teurer Versicherungen

Höhere Zulagen für Hebammen in Sicht

Berlin - Im Streit um stark gestiegene Tarife für Haftpflichtversicherungen von freiberuflichen Hebammen zeichnet sich eine Lösung ab. Finanzielle Zulagen bei Hausgeburten sollen die höheren Kosten auffangen.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) habe nun „ausdrücklich bestätigt, dass der Anstieg der Haftpflichtprämien bei der Vergütung berücksichtigt wird“, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch mit.

Die um ihre Existenz fürchtenden Geburtshelferinnen sollen ihre gestiegenen Kosten für Haftpflichtversicherungen künftig durch finanzielle Zulagen auffangen können. Dabei soll es für Hausgeburten höhere Aufschläge geben als für Entbindungen in Geburtshäusern, bestätigte eine Ministeriumssprecherin.

Eine endgültige Entscheidung gibt es allerdings noch nicht, da Krankenkassen und Hebammenverbände gemeinsam die konkrete Höhe der Ausgleichszahlungen verhandeln müssen. Ein Sprecher des GKV-Spitzenverbandes zeigte sich aber optimistisch, dass man sich auf die Übernahme der steigenden Kosten einigen könne. Hintergrund für die höheren Tarife von Haftpflichtversicherungen sind die hohen Schadensersatz-Summen, die Versicherungen im Fall von Fehlern der Hebammen leisten müssen.

dpa

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Flugbegleiterstreik bei Air France trifft Zehntausende

Urlaubszeit in Frankreich - ausgerechnet jetzt streiken bei Air France die Flugbegleiter. Ein Streik, den das Management in scharfen Worten verurteilt.
Flugbegleiterstreik bei Air France trifft Zehntausende

MAN macht wieder Gewinn

München - Der 2015 in die roten Zahlen gerutschte Nutzfahrzeug- und Maschinenbauhersteller MAN macht wieder Gewinn. Jedoch bedeutet das nicht, dass MAN alle …
MAN macht wieder Gewinn

Sechs weitere Firmen aus Unister-Gruppe insolvent

Leipzig - Sechs weitere Unternehmen aus der Unister-Gruppe haben Insolvenz beantragt. Damit sind rund 1000 Mitarbeiter des Leipziger Internet-Reiseanbieters von der …
Sechs weitere Firmen aus Unister-Gruppe insolvent

Mercedes baut neues Werk in Ungarn

Kecskemet - Die Daimler-Tochter Mercedes-Benz plant ein zweites Werk im ungarischen Kecskemet. 2500 Arbeitsplätze sollen dort entstehen, günstig ist das Unterfangen …
Mercedes baut neues Werk in Ungarn

Kommentare