In ganz Deutschland

Warnstreiks bei Coca-Cola - 2500 im Ausstand

Berlin - Beim Getränkehersteller Coca-Cola hat am Mittwoch eine neue bundesweite Warnstreikwelle begonnen. In 24 Betrieben legten rund 2500 Mitarbeiter die Arbeit nieder.

Dies sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sagte. An einigen Standorten stand die Produktion nach Angaben von Coca-Cola vollkommen still, vereinzelt habe es auch Verzögerungen in der Auslieferung an die Kunden gegeben. Bestreikt wurden Standorte in 12 Bundesländern.

Mit dem Warnstreik, der an diesem Donnerstag an 34 Standorten fortgesetzt werden soll, wollen die Beschäftigten vor der nächsten Verhandlungsrunde Druck auf die Arbeitgeber machen. Beide Seiten streiten über eine Lohnerhöhung, die Arbeitszeit sowie den möglichen Abbau von Arbeitsplätzen. Die NGG fordert für die rund 10 600 Cola-Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Coca-Cola mit Hauptsitz in Berlin hat eine zweistufige Einkommenserhöhung angeboten mit 2,5 Prozent in diesem Jahr und 2,0 Prozent für 2014. Für Auszubildende solle es eine Übernahmegarantie für ein Jahr und monatlich 100 Euro mehr geben, sagte ein Unternehmenssprecher. Zudem seien Verbesserungen der betrieblichen Altersvorsorge und - abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg - eine Sonderzahlung angeboten worden.

Nach sechs Verhandlungsrunden hatte Coca-Cola von Fortschritten gesprochen und warf der Gewerkschaft vor, die Verhandlungen mit Warnstreiks unnötig zu belasten. Beide Seiten wollen sich am 7. und 8. März in Berlin wieder an einen Tisch setzen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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