Ergebnis der Urabstimmung

Mehrheit der Lokführer stimmt für Streiks

Frankfurt/Main - Bei der Deutschen Bahn wird wohl in Kürze wieder gestreikt. In einer Urabstimmung votierten die Gewerkschafts-Mitglieder für einen Arbeitskampf. Wann gestreikt wird, ist noch offen.

Mit 91,0 Prozent der gültigen Stimmen entschieden sich die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) für einen Streik, wie GDL-Sprecherin Gerda Seibert in Frankfurt mitteilte. Für die Zustimmung zu weiteren Streiks waren 75 Prozent nötig. Ein Streikdatum stehe noch nicht fest, sagt Seibert. Bis einschließlich Sonntag (5. Oktober) werde aber nicht gestreikt, sagte der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, am Donnerstag in Frankfurt.

In dem Tarifkonflikt hatte die GDL bereits zweimal zu Warnstreiks aufgerufen und damit große Teile des bundesweiten Bahnverkehrs lahmgelegt.

Mit dem Arbeitskampf will die GDL ihre Forderung nach fünf Prozent mehr Geld und einer kürzeren Arbeitszeit durchsetzen. Sie erhebt sie nicht nur für die Lokführer, sondern für das gesamte Zugpersonal.

Noch kurz vor Auszählung der Urabstimmung hatte die Bahn der GDL ein neues Angebot vorgelegt. Demnach schlägt die Arbeitgeberseite vor, die Verhandlungen auszusetzen, bis die Bundesregierung das geplante Gesetz zur Tarifeinheit auf den Weg gebracht hat. Bis dahin sollten die Lokführer zwei Prozent mehr Geld erhalten, hieß es.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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