+
H&M expandiert. Foto: Patrick Seeger

H&M schwächelt im Weihnachtsgeschäft

Mehr als 400 neue Filialen hat der Modekonzern H&M im vergangenen Jahr eröffnet. Das steigert den Umsatz, aber schlägt auf den Gewinn. Gerade im Weihnachtsgeschäft schwächelt das Unternehmen - den Anlegern gefällt das nicht.

Stockholm (dpa) - Der starke Dollar und der milde Winter haben dem Textilriesen Hennes & Mauritz (H&M) im Weihnachtsgeschäft einen Gewinnrückgang eingebrockt. Auch die Kosten für die Eröffnung neuer Läden belasteten.

Unter dem Strich sank das Ergebnis nach Steuern zwischen Oktober und Dezember um 11 Prozent auf 5,5 Milliarden schwedische Kronen (596 Mio Euro), wie H&M am Donnerstag mitteilte.

Auf das Gesamtjahr gerechnet machte H&M zwar durchaus mehr Gewinn - plus 5 Prozent auf 20,9 Milliarden Kronen. Dennoch regiert bei den Schweden die Vorsicht: Auch im ersten Quartal des neuen Jahres werde der starke Dollar noch belasten, hieß es. Der Markt reagierte enttäuscht. Die Aktie verlor an der Stockholmer Börse 3,5 Prozent.

Durch die Stärke der US-Währung wurden für den schwedischen Konzern Einkauf, Transport sowie die Herstellung der Klamotten teurer. Ein weiteres Problem, das H&M allerdings mit seinen Konkurrenten teilt, waren die ungünstigen Witterungsverhältnisse. Kosten fielen darüber hinaus für die Expansion der Modekette an. 413 neue Läden machte der Konzern im vergangenen Jahr auf. Zu den weltweit inzwischen knapp 4000 Geschäften in 61 Ländern sollen im laufenden Jahr 425 neue Filialen hinzukommen.

Dank der Expansion kletterte der Umsatz von Oktober bis Dezember um 14 Prozent auf 48,7 Milliarden Kronen. Im Gesamtjahr stand ein Plus von 19 Prozent auf 180,9 Milliarden Kronen in den Büchern. Größter Markt für die Schweden ist Deutschland, noch vor den USA oder China.

Zu H&M gehören neben der gleichnamigen Kernmarke auch noch die Marken Cos, Weekday, Monki, Cheap Monday sowie & Other Stories. Ende 2015 beschäftigte das Unternehmen 148 000 Menschen und damit 16 000 mehr als im Vorjahr.

H&M-Mitteilung

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Staatliche Milliarden-Überschüsse: Zeit für den großen Wurf

Berlin - Die deutsche Wirtschaft ist kerngesund, das Wachstum stabil, es gibt so viele Erwerbstätige wie noch nie. MM-Redakteurin Corinna Maier kommentiert die …
Staatliche Milliarden-Überschüsse: Zeit für den großen Wurf

Deutscher Staat erzielt Rekord-Überschuss in der Staatskasse

Wiesbaden/Berlin - Steuereinnahmen und Sozialabgaben füllen die öffentlichen Kassen. Der deutsche Fiskus steht so gut da wie lange nicht mehr. Schon werden Forderungen …
Deutscher Staat erzielt Rekord-Überschuss in der Staatskasse

Ifo-Experte: Ost-Wirtschaft braucht andere Förderpolitik

Eigentlich soll die ostdeutsche Wirtschaft irgendwann mit der im Westen gleichziehen. Dresdner Wirtschaftsexperten aber schätzen die Chancen pessimistisch ein. Helfen …
Ifo-Experte: Ost-Wirtschaft braucht andere Förderpolitik

Lufthansa-Flugbegleiter nehmen Tarif-Schlichtungsergebnis an

Erleichterung bei der Lufthansa: Die Flugbegleiter akzeptieren die mühsam erreichten Ergebnisse der Platzeck-Schlichtung. Streikgefahr droht damit nur noch von den …
Lufthansa-Flugbegleiter nehmen Tarif-Schlichtungsergebnis an

Kommentare