HHLA-Vorstandschef Klaus-Dieter Peters. Foto: Marcus Brandt/Archivbild
+
HHLA-Vorstandschef Klaus-Dieter Peters. Foto: Marcus Brandt/Archivbild

Hamburger Hafenkonzern HHLA erhöht die Dividende

Der Containerumschlag in Hamburg wächst nur noch verhalten. Der Hafenkonzern HHLA will deshalb seinen Zugverkehr ins Hinterland profitabler gestalten und kauft sich Waggons und Lokomotiven.

Hamburg (dpa) - Der Hamburger Hafenkonzern HHLA erhöht die Dividende. Die Aktionäre sollen 52 Cent je Aktie erhalten, nach 45 Cent im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit.

Der Konzernjahresüberschuss lag mit knapp 59 Millionen Euro um 8,5 Prozent über dem Vorjahr. Schon zuvor hatte die HHLA eine Umsatzsteigerung um fünf Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro veröffentlicht.

Dabei seien die Rahmenbedingungen durchaus herausfordernd. Vorstandschef Klaus-Dieter Peters verwies auf die Probleme in Russland und der Ukraine und damit verbundene Rückgänge beim Umschlag. Zudem gebe es nach wie vor Defizite bei der Infrastruktur. "An erster, zweiter und dritter Stelle ist nach wie vor die weiter ausstehende Fahrrinnenvertiefung der Elbe zu nennen", sagte Peters. Schwierigkeiten habe es aber auch mit dem Nord-Ostsee-Kanal gegeben wie auch mit dem Zustand vieler Schienenwege rund um Hamburg. "Wir hatten im vergangenen Jahr durchaus keinen Rückenwind", sagte Peters. "Eher im Gegenteil."

Vor diesem Hintergrund seien die Ergebnisse des vergangenen Jahres zufriedenstellend. Der Umschlag an den drei Hamburger Containerterminals der HHLA erhöhte sich nur leicht um 1,2 Prozent auf 7,2 Millionen Standardcontainer (TEU). Das lag auch daran, dass der Containerumschlag mit Russland rückläufig war. Ein Terminal außerhalb des Hamburger Hafens, in Odessa am Schwarzen Meer, hatte einen 30-prozentigen Rückgang zu verkraften, so dass der gesamte Containerumschlag des Konzerns mit 7,5 Millionen TEU leicht unter dem Vorjahr lag.

Gut lief dagegen der Transport der Container ins Hinterland, der um 9,4 Prozent auf 1,3 Millionen TEU zulegte. Aus diesem Geschäftsfeld will die HHLA künftig mehr Gewinn schöpfen und hat deshalb verstärkt eigenen Lokomotiven gekauft und Lokführer eingestellt. Mittlerweile unterhält die HHLA 13 eigene Umschlagterminals im Hinterland, besitzt 40 Lokomotiven und 1450 Waggons. Sie fahren als Ganzzüge nach Mittel- und Osteuropa und sogar bis Istanbul. An den Hamburger HHLA-Terminals werden mehr Container auf Züge verladen als in den Häfen Rotterdam und Antwerpen zusammen.

Die Prognose für das laufende Jahr blieb verhalten. Der HHLA-Vorstand erwartet einen stabilen Umsatz und Ertrag bei leicht steigenden Transportleistungen.

Mitteilung HHLA

Geschäftsbericht 2014 (pdf)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Euro und Pfund bleiben unter Druck

Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem Brexit-Schock stehen der Euro und das britische Pfund an den Finanzmärkten weiter unter Druck. Am Montagmorgen kostete die europäische …
Euro und Pfund bleiben unter Druck

Lebensgefahr: Ikea ruft Schokolade zurück

München - Dem Möbelgigant Ikea ist bei den Hinweisen für Allergiker auf der Packung der Schokolade "Choklad Mörk" ein  Fehler unterlaufen, der für Betroffene …
Lebensgefahr: Ikea ruft Schokolade zurück

Verdi-Chef fordert Mindestlohn in Richtung zehn Euro

Verdi-Chef Bsirske sieht beim Mindestlohn noch viel Luft nach oben. Den Arbeitgebern wirft er Blockade vor - wenn jetzt keine deutliche Erhöhung der Lohngrenze komme, …
Verdi-Chef fordert Mindestlohn in Richtung zehn Euro

Auch Volksbanken müssen künftig Strafzinsen zahlen

Das Zinstief macht den Banken zu schaffen. Die Genossenschaftsbanken wollen die Lasten nun anders verteilen. Privatkunden sollen aber weiterhin verschont bleiben.
Auch Volksbanken müssen künftig Strafzinsen zahlen

Kommentare