+
Das Logo der Technologiefirma Hewlett-Packard ist an der Geschäftsstelle in Bad Homburg zu sehen.

Trennung soll 2015 stattfinden

Bericht: Hewlett-Packard will sich aufspalten

New York - Der Computer-Riese Hewlett Packard kommt nicht zur Ruhe. Dem „Wall Street Journal“ zufolge will sich der Konzern aufspalten. Vergangenes Mal wurden ähnliche Trennungspläne 2011 wieder aufgegeben.

Der Computerkonzern Hewlett-Packard will sich laut einem Zeitungsbericht aufspalten. In einem Teil solle das Geschäft mit Personal Computern und Druckern zusammengefasst werden, im anderen das mit Geräten für Unternehmen und Dienstleistungen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Sonntagabend. Die Pläne könnten am Montag offiziell bekanntgegeben werden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Die Trennung solle im kommenden Jahr über die Bühne gehen, über die Austeilung neuer Aktien an Anteilseigner. Beide Unternehmen sollen an der Börse gehandelt werden, schrieb die Zeitung. Sie hätten jeweils mehr als 50 Milliarden Dollar Jahresumsatz.

HP hatte bereits vor gut drei Jahren erwogen, den PC-Bereich abzuspalten. Hewlett-Packard war damals noch die Nummer eins in dem Geschäft. Die Börse reagierte auf diese Idee des damaligen Konzernchefs Léo Apotheker mit einem Kurssturz, die Überlegungen wurden nach wenigen Monaten fallengelassen. Inzwischen ist der chinesische Hersteller Lenovo zum weltgrößten PC-Hersteller aufgestiegen.

Unter der heutigen Chefin Meg Whitman wurde das Geschäft mit PCs und Druckern innerhalb von HP zusammengelegt. Sie leitete 2012 den Abbau von rund 30 000 Arbeitsplätzen ein, um Kosten zu senken.

Der PC-Markt war im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent geschrumpft. Auch wenn er sich jetzt etwas gefangen hat, gelten Personal Computer nicht als besonders lukratives Geschäft. Unternehmen und Verbraucher greifen lieber zu Smartphones und Tablet-Computern. HP war 2011 aus dem Geschäft mit solchen mobilen Geräten ausgestiegen und fing erst vor einigen Monaten wieder an, sie zu verkaufen. Eine der Quellen der Zeitung erklärte, HP sehe bessere Aussichten für sein Unternehmensgeschäft als für die PC- und Druckersparte.

Whitman solle das abgespaltene Unternehmensgeschäft führen, hieß es im „Wall Street Journal“. Die Leitung des neuen PC- und Drucker-Anbieters solle der HP-Manager Dion Weisler übernehmen, Whitman werde dort den Verwaltungsrat leiten.

dpa

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Finanzforum "Investmentideen 2016": So schützen Sie Ihr Vermögen

Beim 2. Finanzforum "Investmentideen" am 20. und 21. Oktober im Pressehaus erfahren Sie aus erster Hand nützliche Strategien und Tipps rund ums Vermögen. Melden Sie sich …
Finanzforum "Investmentideen 2016": So schützen Sie Ihr Vermögen

Panik unter Anlegern: Deutsche-Bank-Aktie stürzt ab

Frankfurt/Main - Aktionäre der Deutschen Bank sind in Panik, der Kurs brach am Freitagmorgen auf ein Rekordtief von unter zehn Euro ein. Auslöser sind Gerüchte aus den …
Panik unter Anlegern: Deutsche-Bank-Aktie stürzt ab

Starker August für Deutschlands Einzelhändler

Wiesbaden (dpa) - Im Sommermonat August haben die Einzelhändler in Deutschland gute Geschäfte gemacht. Sowohl preisbereinigt (plus 3,7 Prozent) als auch nominal (plus …
Starker August für Deutschlands Einzelhändler

Commerzbank-Vorstand informiert über Details

Bis Ende 2020 sollen unter dem Strich 7300 der derzeit gut 45 000 Vollzeitstellen wegfallen.
Commerzbank-Vorstand informiert über Details

Kommentare