ARCHIV - Passanten laufen am 29.11.2012 an einer Filiale der HypoVereinsbank in München (Bayern) vorbei. Die HypoVereinsbank (HVB) hat den Umbau ihres geschrumpften Filialnetzes abgeschlossen und plant vorerst keine weiteren Einschnitte. Foto: Andreas Gebert/dpa (zu dpa "HypoVereinsbank: Umbau des Filialnetzes abgeschlossen" vom 12.12.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Die HypoVereinsbank (HVB) hat den Umbau ihres geschrumpften Filialnetzes abgeschlossen und plant vorerst keine weiteren Einschnitte.

Kräftig ausgedünnt

HypoVereinsbank: Umbau des Filialnetzes abgeschlossen

Frankfurt/Main - Filialen sind teuer - und viele Bankkunden nutzen sie nicht. Die HVB hat ihr Netz kräftig ausgedünnt und die verbliebenen Standorte modernisiert. Zum Abschluss des Umbaus vermeldet der Privatkundenchef erste Erfolge.

Die HypoVereinsbank (HVB) hat den Umbau ihres geschrumpften Filialnetzes abgeschlossen und plant vorerst keine weiteren Einschnitte. „Ich sehe die Filiale als sehr wichtigen Beratungs- und Vertriebsweg, aber er musste sich wandeln“, sagte HVB-Privatkundenvorstand Peter Buschbeck der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. „Im Moment haben wir keine Planungen für eine weitere Veränderung unseres Filialnetzes. Wir haben das richtige Maß für uns gefunden.“

Die Tochter der italienischen Großbank Unicredit hat die Zahl ihrer Filialen in Deutschland von 580 auf 341 verringert. Die verbliebenen Standorte wurden modernisiert. „Wir sind mit dem Umbau unseres Filialnetzes durch“, sagte Buschbeck. Der Umbau sei „in Rekordzeit gestemmt“ worden: „Wir haben uns Ende 2013 dazu entschieden und im Sommer 2014 begonnen - und damit als eine der ersten Banken in Deutschland.“

Weil viele Kunden Bankgeschäfte zunehmend digital erledigen, sind die Institute zum Umsteuern gezwungen. „Wir haben das so gemacht, wie unsere Kunden die Präsenz nutzen und wünschen“, sagte Buschbeck. Die HVB hat knapp zwei Millionen Privatkunden in Deutschland.

Der Ausdünnung des HVB-Filialnetzes fielen auch 1300 Vollzeitstellen zum Opfer. „Auch das ist erledigt.“ Nun beschäftigt das Münchner Institut noch etwas mehr als 3000 Vollzeitmitarbeiter im Vertrieb für Privatkunden. Wie viel der Personalabbau gekostet hat, wollte Buschbeck nicht sagen. Die Modernisierung der Filialen und neue digitale Angebote schlugen mit insgesamt 300 Millionen Euro zu Buche.

„Wir machen seit der Modernisierung auch mehr Geschäft gerade mit der beratungssuchenden Klientel“, bilanzierte Buschbeck. „Mittlerweile schließen wir in den Filialen jede dritte Baufinanzierung mit hinzugeschalteten Experten über Videoberatung ab.“

dpa

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