ARCHIV - Der zweite Vorsitzende der Industriegewerkschaft Metall (IG Metall), Jörg Hofmann, spricht am 04.12.2014 in Berlin während einer Pressekonferenz. Bei der IG Metall steht ein Führungswechsel an. Weil er im Oktober nicht erneut kandidieren will, hat der amtierende IG-Metall-Chef Wetzel seinen 59 Jahre alten Stellvertreter Jörg Hofmann als Nachfolger vorgeschlagen. Foto: Stephanie Pilick/dpa (zu lsw Vorausmeldung: "Jörg Hofmann" vom 20.10.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++
+
IG-Metall-Chef Jörg Hofmann fordert Null-Toleranz mit rechten Hetzern im Netz.

Kompromissloses Vorgehen

IG-Metall-Chef: Fremdenfeindliche Arbeitnehmer entlassen

"Wer hetzt, der fliegt", das fordert der Chef der IG Metall, Jörg Hofmann, von Arbeitgebern. Angestellte, die im Netz Hetzkommentare verbreiten, sollen nicht weiter beschäftigt werden.

Die IG Metall fordert von der Wirtschaft ein kompromissloseres Vorgehen gegen Fremdenfeindlichkeit in der Belegschaft. Firmen sollten Arbeitnehmer entlassen, die offen rassistische und fremdenfeindliche Kommentare im Netz veröffentlichen, sagte der neue IG-Metall-Chef Jörg Hofmann dem Deutschlandfunk in einem Interview, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll. Die Unternehmen könnten bei solchen Entlassungen mit der Billigung seiner Gewerkschaft rechnen.

"Wer hetzt - fliegt", sagte Hofmann. "Das muss jedem klar sein." Es sei nicht hinzunehmen, wenn rassistische Pöbeleien ganze Belegschaft spalteten, sagte der Gewerkschaftschef.

Hofmann warnte zugleich, Einheimische und Flüchtlinge bei der Suche nach Arbeit gegeneinander auszuspielen. "Der Langzeitarbeitslose hier hat die gleichen Ansprüche und Chancen auf Förderung wie der Flüchtling, der zu uns kommt." Zur Gleichbehandlung zähle auch, dass es auch für gering qualifizierte Flüchtlinge keine Abweichung vom Mindestlohn von 8,50 Euro geben dürfe. Dumping-Löhne auf Kosten der Flüchtlinge seien ausgeschlossen.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

G20-Länder nach dem Brexit: "Wir schaffen das"

Chengdu - Die führenden Industrieländer sehen sich gegen die wirtschaftlichen Folgen des Brexit gewappnet. Und sie richten einen Wunsch an Großbritannien.
G20-Länder nach dem Brexit: "Wir schaffen das"

Eon-Tochter Uniper plant Stellenabbau

Nach der Aufspaltung des Energieriesen Eon plant die neue Kraftwerkstochter Uniper Stellenstreichungen. Wie viele der insgesamt rund 14 000 Beschäftigten betroffen sein …
Eon-Tochter Uniper plant Stellenabbau

Wieder vermehrt deutsche Chefs in Dax-Vorstandsetagen

Die Vorstandszirkel der Börsenriesen hierzulande werden seit Jahren immer deutscher. Besonders klar ist der Trend bei den Vorstandschefs: Dort tendierte die …
Wieder vermehrt deutsche Chefs in Dax-Vorstandsetagen

Kaum Nachfrage: Wird die E-Auto-Prämie zur Schlappe?

Berlin - Seit drei Wochen erhalten Käufer von Elektroautos eine Prämie vom Staat. Doch trotz des Zuckerls hält sich das Interesse der Deutschen in Grenzen.
Kaum Nachfrage: Wird die E-Auto-Prämie zur Schlappe?

Kommentare