Das Kartellamt hatte angedeutet, eine Übernahme von Kaiser&#39s-Tengelmann-Supermärkten durch Deutschlands größten Lebensmittelhändler Edeka zu untersagen. Foto: Jens Kalaene
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Das Kartellamt hatte angedeutet, eine Übernahme von Kaiser's-Tengelmann-Supermärkten durch Deutschlands größten Lebensmittelhändler Edeka zu untersagen.

Große wettbewerbsrechtliche Bedenken

Bewegung im Streit um Kaiser's-Tengelmann-Übernahme

Bonn - Weil das Kartellamt Bedenken bei der Übernahme der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann durch Edeka angemeldet hatte, haben die beiden Unternehmen nun Vorschläge für Zusagen gemacht. Ob die Behörde damit zufrieden ist und wie die Vorschläge aussehen, ist aber noch unklar.

Im Streit mit dem Kartellamt um die geplante Übernahme der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann durch Edeka haben sich die beiden Seiten aufeinander zubewegt. Die Unternehmen hätten in ihrer Stellungnahme an das Kartellamt „einen Zusagenvorschlag unterbreitet“, teilte ein Sprecher der Bonner Behörde am Freitag mit.

Die Wettbewerbshüter wollen die Vorschläge nun prüfen. Außerdem boten sie den beiden Unternehmen weitere Gespräche an. Darin solle es um „mögliche Lösungen der wettbewerblichen Probleme“ gehen. Die Frist zu einer Entscheidung der Bonner Behörde habe sich um einen Monat bis 7. April verlängert, teilte der Sprecher mit.

Das Amt hatte Mitte Februar angedeutet, eine Übernahme von 451 Kaiser's-Tengelmann-Supermärkten durch Deutschlands größten Lebensmittelhändler Edeka wegen erheblicher wettbewerbsrechtlicher Bedenken zu untersagen. Doch ließ das Verfahren den Unternehmen die Möglichkeit, diese Bedenken durch Zugeständnisse noch auszuräumen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur könnte es darum gehen, Filialen in der Region südlich von München aus dem Edeka-Paket herauszunehmen.

Beide Unternehmen bestätigten die Abgabe einer Stellungnahme, wollten zum Inhalt aber keine Angaben machen. Bei Tegelmann hieß es lediglich, man halte den Entscheidungsentwurf der Bonner Behörde in wesentlichen Teilen für angreifbar.

dpa

Mitteilung des Bundeskartellamtes

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