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Lovro Mandac.

Mandac gibt Leitung des operativen Geschäfts ab

Kaufhof leitet Generationswechsel ein

Düsseldorf/Köln - Der Handelskonzern Kaufhof stellt die Weichen für einen Generationswechsel an der Führungsspitze. Lovro Mandac hat sich aus der Leitung des operativen Geschäfts zurückgezogen.

Nach 20 Jahren gab Lovro Mandac (64) zum 1. Oktober die Leitung des operativen Warenhausgeschäfts der Galeria Kaufhof GmbH an den bisherigen Chef der belgischen Kaufhof-Tochter Galeria Inno, Olivier Van den Bossche (38), ab, wie der Kaufhof-Mutterkonzern Metro am Donnerstag mitteilte. Unter Führung von Mandac hatte sich der Kaufhof in den vergangenen Jahren deutlich besser im Wettbewerb behauptet als der Rivale Karstadt.

Mandac behält aber Schlüsselpositionen im Warenhaus-Konzern. Als Vorsitzender der Geschäftsführung der Galeria Holding GmbH, die unter ihrem Dach sowohl das Einzelhandelsgeschäft als auch die Immobilienaktivitäten der Kette vereint, und als Aufsichtsratsvorsitzender bei der Galeria Kaufhof GmbH, dürfte sein Augenmerk künftig allerdings stärker der strategischen Weiterentwicklung gelten. Mandacs Vertrag läuft bis 2018.

Kontinuität in der Führung soll sichergestellt werden    

Metro-Finanzchef Mark Frese betonte, mit der Neuordnung leite das Unternehmen den Generationswechsel bei Kaufhof ein und stelle zugleich die Kontinuität in der Führung sicher. In einem Interview für die internen Medien des Konzerns betonte Van den Bossche, der Kaufhof sei „gut aufgestellt“. Allerdings sehe sich das Unternehmen mit Herausforderungen wie den rückläufigen Kundenfrequenzen in den Innenstädten und den neuen Standards konfrontiert, die der Online-Handel in Sachen Bequemlichkeit und Service setze. „Schlussendlich müssen wir gemeinsam jeden Tag neu die Frage beantworten: Warum sollen Kunden heute und morgen bei uns im Warenhaus einkaufen“, appellierte der 38-Jährige an die Mitarbeiter.

Im Gegensatz zum Konkurrenten Karstadt schreibt Kaufhof schwarze Zahlen. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2013/2014 wies das Unternehmen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 179 Millionen Euro aus. Das Umsatzwachstum fiel zuletzt mit gerade einmal 0,3 Prozent allerdings bescheiden aus. Strategisch konzentriert sich das Unternehmen zurzeit auf den Ausbau des Online-Geschäfts. Hier konnte der Kaufhof in den ersten neuen Monaten seinen Umsatz - allerdings von einem niedrigen Niveau kommend - um über 70 Prozent auf 51 Millionen Euro steigern. Kaufhof verfügt über insgesamt 137 Standorte, davon 122 in Deutschland und 15 in Belgien.

Van den Bossche, der in Belgien nicht zuletzt mit einer starken lokalen Ausrichtung der Filialen erfolgreich war, kündigte an, er werde sich „sicherlich gerade zu Beginn öfter Mal einen Rat“ bei Mandac holen. Das sei aber kein Problem. Denn in der Kölner Kaufhof-Zentrale sitze man ja Büro an Büro.

Erst am Mittwoch hatte die Metro den Umbau der Geschäftsführung bei der SB-Warenhaustochter Real bekanntgegeben. Dort wurden die Positionen des Arbeitsdirektors und des Vertriebschefs neu besetzt.

dpa

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