+
IWF-Chefin Lagarde mit Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras. Foto: Jean-Christophe Bott

Lagarde kündigt erneute Kandidatur als IWF-Chefin an

IWF-Chefin Lagarde tritt noch einmal an: Sechs Monate vor dem Ende ihrer Amtszeit gibt die Französin eine erneute Kandidatur für den Spitzenposten bekannt. In der Heimat droht ihr ein Gerichtsverfahren.

Davos/Paris (dpa) - Christine Lagarde will erneut für das Spitzenamt beim Internationalen Währungsfonds (IWF) kandidieren. 

"Ja, ich bin Kandidatin für eine zweite Amtszeit", sagte die Französin am Freitag dem TV-Sender France 2 beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Sie habe dafür Unterstützung erhalten etwa aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, China oder Südkorea.

Die 60-Jährige war 2011 erstmals zur IWF-Chefin gewählt worden. Sie folgte auf Dominique Strauss-Kahn, der wegen eines Sex-Skandals von dem Amt zurücktreten musste. Lagardes Amtszeit endet im Juli, eine mögliche Gegenkandidatur ist bisher nicht abzusehen.

Seit Jahren ist die Chefin der mächtigen internationalen Finanzorganisation mit Sitz in Washington in ihrem Heimatland mit Ermittlungen konfrontiert. Im Dezember entschied eine Untersuchungskommission, dass sie wegen einer umstrittenen Millionenzahlung zu ihrer Zeit als französische Wirtschaftsministerin (2007 bis 2011) vor Gericht muss. Lagarde hatte angekündigt, diese Entscheidung anfechten zu wollen.

Es geht um den Verdacht, Lagarde könne während ihrer Tätigkeit als Ministerin in Paris regelwidrig eine Entschädigungszahlung von rund 400 Millionen Euro an Bernard Tapie ermöglicht haben. Der Geschäftsmann hatte sich von der früheren Staatsbank Crédit Lyonnais beim Verkauf seiner Anteile am deutschen Sportartikelhersteller Adidas geprellt gesehen und deswegen geklagt. Der IWF hatte ihr im Lauf des Verfahrens stets sein Vertrauen ausgesprochen.

Lagarde France 2

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Preissturz: So günstig wird das Fliegen mit Ryanair 2017

München - Die Billigfluglinie Ryanair will 2017 die Preise senken. Das gab das Unternehmen bekannt. Und in den kommenden Jahren soll es noch günstiger werden.
Preissturz: So günstig wird das Fliegen mit Ryanair 2017

Hacker erbeuten Geld von Niki Laudas Flugunternehmen

Wien - Mit Hacker-Attacken haben Internet-Kriminelle beim Flugunternehmen der Formel-1-Legende Niki Lauda einem Zeitungsbericht zufolge mehrere zehntausend Euro erbeutet.
Hacker erbeuten Geld von Niki Laudas Flugunternehmen

Energieminister: Auch Russland will Ölförderung kürzen

Die Länder in der Opec wollen weniger Erdöl fördern, um die Preise nach oben zu treiben. Ziehen auch andere Staaten mit? Aus Russland kommen vor einem Treffen in Wien …
Energieminister: Auch Russland will Ölförderung kürzen

Er kostet 80 Euro! Dieser Stein wird zum unerklärlichen Verkaufs-Hit

Seattle - Ist es ein Briefbeschwerer? Ein Kunstwerk? Sogar der Verkäufer lässt offen, wozu ein in Leder eingenähter Stein gut sein soll. Klar ist: Er ist ein Renner.
Er kostet 80 Euro! Dieser Stein wird zum unerklärlichen Verkaufs-Hit

Kommentare