Lufthansa Technik AG
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Die Mitarbeiter sollen künftig zeitlich  flexibler arbeiten.

Konzern spricht von "Lohnproblem"

Bei Lufthansa Technik droht Stellenabbau

Hamburg - Bei der Technik-Tochter des Lufthansa-Konzerns droht ein Stellenabbau in Deutschland.

Für die Bereiche Flugzeugüberholung und Triebwerksinstandhaltung liefen seit einigen Wochen Gespräche zwischen der Konzernleitung von Lufthansa Technik, Gewerkschaften und Betriebsrat, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag in Hamburg. Der Spiegel hatte zuvor über einen drohenden massiven Arbeitsplatzabbau berichtet.

Bei der Triebwerksinstandhaltung mit rund 1700 Beschäftigten gehe es etwa um eine Anhebung der Wochenarbeitszeit und flexible Arbeitszeiten, erklärte der Sprecher. Es solle rund um die Uhr gearbeitet werden können, um die Anlagen besser auszulasten. Bei der Flugzeugüberholung mit etwa 350 bis 400 Beschäftigten in Hamburg gehe es vor allem um Arbeitszeitflexibilität. Hamburg habe hier im Vergleich zu anderen Standorten ein „Lohnproblem“ und solle auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau gebracht werden.

Hintergrund der Verhandlungen seien gravierende Marktveränderungen bei Triebwerken, sagte der Sprecher. „Wir werden gemeinsam Maßnahmen entwickeln, um die Fahrzeugmotoren der nächsten Generation nach Hamburg zu holen.“ Das werde nur funktionieren, wenn man sich auf dem Niveau der Weltmarktpreise bewege - also niedrigere Preise als jetzt anbiete. „Wenn wir keine der neuen Motortypen nach Hamburg bekommen können, heißt das, dass wir in Hamburg weiterhin nur die Motortypen haben, die im Laufe der nächsten Jahrzehnte vom Markt verschwinden.“ Eine Entscheidung werde im Laufe des zweiten Quartals erwartet.

Gewinn und Umsatz gesteigert

Bei gleicher Auslastung hätten die Beschäftigten mit den Motoren der nächsten Generation weniger zu tun, erklärte der Sprecher. Denn diese bräuchten im Laufe ihres Lebens eine Triebwerksüberholung weniger, und bei der Überholung gebe es einen geringeren technischen Aufwand. Wie viele Stellen abgebaut werden könnten, sei derzeit nicht absehbar. „Eine seriöse Aussage zur Entwicklung der nächsten 10, 15, 20 Jahre ist nicht möglich“, betonte der Sprecher. Es stehe zudem ein „großer Pensionierungsschwung“ an.

Am Montag hatte der Lufthansa-Tochterkonzern mitgeteilt, dass er im vergangenen Jahr den Umsatz um 17,6 Prozent auf rund 5,1 Milliarden Euro und den bereinigten Gewinn vor Steuern und Zinsen um 20 Prozent auf 454 Millionen Euro gesteigert habe. Ausdrücklich wurde auf die zunehmende Internationalisierung des Geschäfts verwiesen. Lufthansa Technik beschäftigt weltweit rund 20.300 Mitarbeiter, davon mehr als 10.000 in Deutschland. In Hamburg sind es laut Sprecher rund 7500.

dpa

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