Vergangene Woche war ein Eurowings-Flieger aus Kuba erst mit 68 Stunden Verspätung in Köln gelandet. Foto: Oliver Berg/Archiv
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Vergangene Woche war ein Eurowings-Flieger aus Kuba erst mit 68 Stunden Verspätung in Köln gelandet. Foto: Oliver Berg/Archiv

"Offenbar nicht genug Reserven"

Lufthansa will Eurowings-Verspätungen abstellen

Köln/Frankfurt - Die Lufthansa-Tochter Eurowings soll pünktlicher werden. Die Mini-Flotte schaffte das ambitionierte Programm auf der Langstrecke nicht. Nun muss Mutter Lufthansa helfen.

Die Lufthansa will die immensen Verspätungen bei ihrer Billigtochter Eurowings im Langstreckenverkehr rasch beenden. Es werde alles getan, „um diese Dinge schnellstmöglich abzustellen“, sagte Lufthansa-Vorstandsmitglied Karl Ulrich Garnadt dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montag). Man habe einzelne Aspekte nicht richtig eingeschätzt „und offenbar nicht genug Reserven eingebaut“. Jetzt soll eine eigens gegründete Task Force die Probleme lösen.

Diese soll sich insbesondere die Arbeitsabläufe und Strukturen ansehen, um Verspätungen möglichst frühzeitig entgegenwirken zu können, erklärte ein Airline-Sprecher. Zudem werde das Flugprogramm überprüft.

Eine Verspätung von mehr als drei Stunden hätten bisher 13 Prozent der Langstreckenflüge, sagte Garnadt dem Blatt. Vergangene Woche war ein Eurowings-Flieger aus Kuba erst mit 68 Stunden Verspätung in Köln gelandet. Die Passagiere wurden mit 600 Euro pro Person und einem Fluggutschein im Wert von 250 Euro entschädigt.

Seit Anfang November bietet Eurowings Langstreckenverbindungen an. Die Verbindung nach Dubai stellt das Unternehmen als Reaktion auf die Verspätungen bereits ein, die Flüge übernimmt die Muttergesellschaft Lufthansa aber weiterhin unter der Eurowings-Flugnummer. Das Ziel am Persischen Golf soll im Sommerflugplan ohnehin von Eurowings nicht mehr angeflogen werden. Dann stehen zudem zwei weitere Airbus A330 zur Verfügung. Bislang fliegt Eurowings ihre Langstrecken nur mit zwei A 330 und einer geleasten Boeing 767 der Tuifly.

„Ich bin sicher, dass wir die Anfangsschwierigkeiten überwinden werden“, erklärte Garnadt. Die Task Force solle analysieren, „was schiefgelaufen ist“ und rasch dafür sorgen, dass das Angebot „stabiler, zuverlässiger und damit berechenbar ist“. Die Langstreckenflüge von Eurowings werde man „bald auf ein Pünktlichkeitsniveau bringen, das die Kunden zu recht von uns erwarten“. Trotz der Probleme sei Eurowings sehr gut am Markt angekommen. „Die Flugzeuge sind voll, die Buchungen liegen über unseren Erwartungen“, sagte der Manager.

dpa

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