Unterstützung fürs Handwerk: Die Bundesregierung will damit mehr Menschen für die Aufstiegsfortbildung gewinnen.
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Unterstützung fürs Handwerk: Die Bundesregierung will damit mehr Menschen für die Aufstiegsfortbildung gewinnen.

Bundestag beschließt

Mehr Geld vom Staat für angehende Meister und Fachkräfte

Berlin - Angehende Meister und Fachkräfte sollen mehr Geld vom Staat bekommen. Ziel von Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU): Mehr Menschen für die Aufstiegsfortbildung gewinnen.

Der Bundestag beschloss am Freitag Verbesserungen beim Meister-Bafög: Rund 250 Millionen Euro würden in den kommenden vier Jahren zusätzlich für die Unterstützung der angehenden Meister zur Verfügung gestellt, erklärte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Die Bundesregierung setze damit ein starkes Zeichen für die Attraktivität der beruflichen Bildung.

Die Bundesregierung wolle Hemmschwellen abbauen, um mehr Menschen für die Aufstiegsfortbildung gewinnen, ergänzte Wanka. Lebensunterhalt und Fortbildungskosten müssten finanzierbar sein, wenn die angehenden Meister beispielsweise in der Ausbildung vorübergehend nur Teilzeit arbeiten könnten.

Unterhaltsbeiträge steigen kräftig

Unter anderem steigen künftig die maximalen Unterhaltsbeiträge kräftig an: Für Alleinstehende erhöhen sie sich von 697 Euro pro Monat auf 768 Euro pro Monat. Für Alleinerziehende steigen sie von 907 Euro auf 1003 Euro.

"Vor allem durch die Anhebung des Zuschussanteils zu den Kosten der Fortbildung auf 40 Prozent wird die finanzielle Belastung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer beruflichen Aufstiegsfortbildung durch die heute beschlossene Novelle deutlich verringert", erklärte Ernst Dieter Rossmann, Sprecher der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der SPD-Bundestagsfraktion.

Auch die Union im Bundestag zog ein positives Fazit: "Mit dieser Novelle leisten wir einen entscheidenden Beitrag für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung", erklärte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer (CDU).

Der Bundesrat entscheidet am 18. März über die Änderungen. Im August soll das Gesetz in Kraft treten.

AFP

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