Standort soll erweitert werden

Mercedes baut neues Werk in Ungarn

Kecskemet - Die Daimler-Tochter Mercedes-Benz plant ein zweites Werk im ungarischen Kecskemet. 2500 Arbeitsplätze sollen dort entstehen, günstig ist das Unterfangen freilich nicht.

Für das neue Werk werde in den nächsten Jahren "rund eine Milliarde Euro" investiert, erklärte Mercedes-Produktionsvorstand Markus Schäfer am Freitag. Geplant sei "eine hochmoderne und effiziente Produktion", die flexibel auf verschiedene Fahrzeugtypen eingestellt werden kann. Das Unternehmen rechnet mit rund 2500 Jobs in dem neuen Werk; weitere Arbeitsplätze sollen bei Zulieferern entstehen.

Ein Daimler-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Bau des neuen Komplexes in Kecskemet solle 2018 beginnen. Die Produktion könne dann voraussichtlich 2020 oder 2021 starten. Laut Unternehmen sollen in dem Werk Autos mit Front- und Heckantrieb gebaut werden.

Mercedes produziert in Kecskemet bereits seit 2012. Inzwischen seien dort mehr als 500.000 Fahrzeuge vom Band gelaufen, erklärte das Unternehmen. Erst im April hatte Mercedes angekündigt, rund 580 Millionen Euro in das bereits bestehende Werk zu investieren, um es technologisch auf den neusten Stand zu bringen und die Kapazität zu erweitern.

Zuletzt arbeiteten in Kecskemet mehr als 4000 Menschen für Mercedes. Dass der Standort nun kräftig erweitert werden soll, freut auch die ungarische Regierung. Außenminister Peter Szijjarto wurde von Mercedes mit den Worten zitiert, die Investitionsentscheidung des Unternehmens sei "der Beweis für die erfolgreiche Wirtschaftspolitik der Regierung".

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Chinesen sagen Aixtron-Kauf ab

Herzogenrath - 670 Millionen Euro wollte ein chinesisches Unternehmen für den deutschen Spezialmaschinenbauer Aixtron auf den Tisch legen. Alles schien bereits in …
Chinesen sagen Aixtron-Kauf ab

Keine Entspannung nach Italien-Votum: EZB erneut gefordert

Ein Ende der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Zu wackelig ist die Erholung des Währungsraums. Und das Nein der …
Keine Entspannung nach Italien-Votum: EZB erneut gefordert

Aigner appelliert an Deutsche Bank im Machtpoker um ATU

Seit Monaten kämpft ATU ums Überleben. Eine Entscheidung über die Zukunft der angeschlagenen Werkstattkette steht kurz bevor.
Aigner appelliert an Deutsche Bank im Machtpoker um ATU

Bahn-Gewerkschaft EVG: Warnstreiks noch vor Weihnachten?

Berlin - Die Bahngewerkschaft EVG macht vor der vierten Tarifrunde mit dem Konzern am Donnerstag Druck. Zu einer Kundgebung werden Hunderte Beschäftigte erwartet, die …
Bahn-Gewerkschaft EVG: Warnstreiks noch vor Weihnachten?

Kommentare