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Mitte Mai hatten die Luftfahrtkonzerne Airbus, Dassault und Alenia Aermacchi nach dem Debakel beim „Euro Hawk“ einen neuen Vorstoß für ein militärisches Drohnenprojekt gestartet.

Schwächelnde Rüstungssparte

IG Metall begrüßt von der Leyens Drohnen-Pläne

Berlin/Manching - Die Pläne von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zur Beschaffung waffenfähiger Drohnen stoßen vielerorts auf Kritik - doch nicht bei der IG Metall.

Das ist ein kleiner Lichtblick“, sagte der Beauftragte der Gewerkschaft für das Unternehmen Airbus Defence and Space, Bernhard Stiedl, der „Welt am Sonntag“. Die Hoffnung in der Belegschaft im bayerischen Manching steige, dass neue Beschäftigung entstehen könnte. „Ein europäisches Drohnenprogramm würde am Standort Manching 1500 Arbeitsplätze sichern“, erklärte Stiedl. Airbus wollte sich nach Angaben der Zeitung nicht äußern.

Der Luft- und Raumfahrtkonzern will im Zuge eines großen Umbaus angesichts des schwächelnden Rüstungsgeschäfts in der neuen Sparte Defence & Space rund 5800 Stellen abbauen, 2400 davon in Deutschland. Dies soll nach Verhandlungen mit den Arbeitnehmern zunächst ohne Entlassungen gehen, bis Januar 2017 soll auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden. Für den Kampfjet Eurofighter, der auch in Manching montiert wird, liegen nur noch bis 2017 Aufträge vor. Gut 1000 Jobs will das Unternehmen am Standort nahe Ingolstadt abbauen.

Mitte Mai hatten die Luftfahrtkonzerne Airbus, Dassault und Alenia Aermacchi nach dem Debakel beim „Euro Hawk“ einen neuen Vorstoß für ein militärisches Drohnenprojekt gestartet. Geplant sind unbemannte Maschinen für mittlere Flughöhe und lange Flugdauer. Stiedl monierte eine mangelnde politische Rückdeckung für die Rüstungsbranche: „In der Krise gab es Hilfsprogramme für die Auto- und Bankenindustrie. Wir stellen fest, dass das für die Wehrindustrie nicht gilt.“

dpa

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