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Um die Kosten der Milchproduktion zu decken, gelten mindestens 35 Cent pro Liter als erforderlich. Foto: Archiv

Geringeres Angebot hilft

Milchindustrie sieht Preistal durchschritten

Seit Monaten bangen tausende Milchbauern um ihre Existenz, weil die Preise viel zu niedrig sind. Können sie langsam wieder Mut schöpfen?

Berlin (dpa) - Die deutsche Molkereibranche sieht eine deutliche Entspannung in der Milchkrise. "Das Preistal ist durchschritten", teilte der Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie-Verbandes, Eckhard Heuser, in Berlin mit.

Weltweit steigende Notierungen an den Milchbörsen dürften zu höheren Preisen für Erzeuger und Verbraucher führen. Mit dem Lebensmittelhandel seien bereits größere Vertragspakete ausgehandelt worden, die mittelfristig erheblich bessere Preise für die Bauern versprächen.

Hintergrund sei ein geringeres Rohstoffangebot an Milch, erläuterte der Verband. Nicht zuletzt die niedrigen Preise der vergangenen Monate hätten Erzeuger veranlasst, Molkereien weniger anzuliefern. Auch eine nicht so gute Grundfutterversorgung mit Gras im langen Sommer hatte demnach Auswirkungen. "Diese Entwicklung ist aber nicht auf politische Entscheidungen oder geplante Maßnahmen für eine Milchmengenreduzierung auf nationaler oder europäischer Ebene zurückzuführen", sagte Heuser.

Im Juli hätten Landwirte im Schnitt 23 Cent pro Kilogramm Milch bekommen, erklärte ein Sprecher des Verbands. Die Spanne habe dabei von 20 bis 27 Cent je nach Molkerei und Bundesland gereicht. Nun gehe es nach oben, welche Preise zu erwarten sind, sei aber unklar. Um die Kosten zu decken, gelten mindestens 35 Cent als erforderlich. Der Milchindustrie-Verband vertritt Molkereien in Deutschland.

Pressemitteilung Milchindustrie-Verband

FAQ des Verbands zum Milchmarkt

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