Transparenzverordnung für Internet-Anschlüsse

Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist: So müssen Kunden künftig informiert werden

Berlin - Anbieter von Telefon- und Internet-Anschlüssen müssen ihre Kunden künftig besser über ihre Verträge informieren. Zudem sollen Verbraucher auch einen Rechtsanspruch auf Auskunft über die tatsächlich geleisteten Übertragungsraten bekommen.

Das Bundeskabinett beschloss dafür am Mittwoch dafür eine entsprechende Transparenzverordnung der Bundesnetzagentur. Demzufolge müssen die Unternehmen noch vor Vertragsabschluss ihre Kunden übersichtlich über die wesentlichen Inhalte des Vertrags wie Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist aufklären.

Die Rechte der Verbraucher sollen damit gestärkt werden. So könnten Kunden damit leichter das für sie passende Angebot finden und Abweichungen vom Vereinbarten besser kontrollieren können, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD).

Laut Bundesnetzagentur hat eine Mess-Studie breitbandiger Internetzugänge ergeben, „dass es in dieser Hinsicht über alle Technologien, Produkte und Anbieter hinweg eine deutliche Diskrepanz gibt“. Eine Analyse habe gezeigt, dass die Anbieter „gar keine oder nur wenig belastbare Aussagen zur realisierbaren Datenübertragungsrate machen“. Der Kunde wisse deshalb nicht, mit welcher Leistung er konkret rechnen könne. Die Agentur hat für Nutzer eine Überprüfungsmöglichkeit ins Netz gestellt, auf die die Anbieter ihre Kunden künftig hinweisen müssen.

Der Bundestag muss sich nun noch mit der Verordnung befassen, anschließend kann sie nach einer Umsetzungsfrist in Kraft treten. 

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Opec setzt auf Öl-Förderkürzung auch in Nicht-Opec-Ländern

Wien (dpa) - Das Ölkartell Opec will weitere Förderstaaten wie Russland überzeugen, die Ölförderung zu verringern. Dazu hat die Organisation erdölexportierender Länder …
Opec setzt auf Öl-Förderkürzung auch in Nicht-Opec-Ländern

Monte dei Paschi wegen Kursverlusten vom Handel ausgesetzt

Mailand (dpa) - Die Aktien der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) sind am Freitag mehrfach vom Handel ausgesetzt worden. Zuvor hatte es jeweils …
Monte dei Paschi wegen Kursverlusten vom Handel ausgesetzt

Bombardier streicht in Deutschland offenbar 2500 Stellen

Stellenabbau hatte der Bahntechnikhersteller Bombardier längst angekündigt. Doch es könnte die deutschen Werke viel härter treffen als gedacht. Einem Bericht zufolge ist …
Bombardier streicht in Deutschland offenbar 2500 Stellen

Absprache mit Autobauern: Neue Vorwürfe im Abgas-Skandal

Die EU-Kommission findet, dass Deutschland in der Dieselaffäre zu nachsichtig mit der Autoindustrie ist. Die Opposition wirft das dem Verkehrsminister schon lange vor. …
Absprache mit Autobauern: Neue Vorwürfe im Abgas-Skandal

Kommentare