Umfrage der Verbraucherzentrale

Nervige Telefonwerbung nimmt trotz Strafen zu

Berlin - Es scheint als hätte die Straferhöhung keinen Sinn gehabt: Trotz Bußgeldern bis zu 300.000 Euro werden Viele immer noch von Werbeanrufen belästigt.

Trotz schärferer Regelungen und höherer Bußgelder werden offenbar weiterhin viele Verbraucher mit unerlaubter Telefonwerbung belästigt. Von den fast 3000 Teilnehmern einer Befragung der Verbraucherzentralen hätten sich mehr als 80 Prozent über solche Anrufe beschwert, berichtete der "Spiegel" am Sonntag vorab. Die Betroffenen hatten demnach ihrer Ansicht nach keine Einwilligung für Werbeanrufe erteilt - diese sind dann verboten. Die Ergebnisse der Befragung sollen dem Bericht zufolge am Mittwoch vorgestellt werden.

Telefonwerbung ist seit 2009 nur noch erlaubt, wenn eine ausdrückliche Einwilligung des Verbrauchers vorliegt. Ende 2013 wurden die Regelungen verschärft; seither können Bußgelder bis 300.000 Euro gegen die Firmen verhängt werden. Zuvor galt eine Obergrenze von 50.000 Euro. Geldbußen können nun auch für unerlaubte Werbeanrufe von Telefoncomputern verhängt werden.

Telefonwerbung kann den Verbraucher regelrecht überrumpeln und ihnen Verträge geradezu unterschieben. Oft bleibt kaum Zeit zu überlegen, ob der Kauf eines Produkts oder der Vertrag über eine Dienstleistung sinnvoll und der Preis angemessen ist. Verbraucherschützer und einzelne Politiker fordern deswegen die Pflicht zu einer nachträglichen schriftlichen Bestätigung durch die Verbraucher. Zumindest für Gewinnspiele müssen Verträge nach aktueller Gesetzeslage in Textform, etwa per Fax oder E-Mail, abgeschlossen werden.

AFP

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