Ohne Worte: Dass der neue Hauptstadtflughafen BER eine Baustelle ist und bleibt, dafür braucht es eigentlich keine Hinweisschilder mehr. Foto: Ralf Hirschberger
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Ohne Worte: Dass der neue Hauptstadtflughafen BER eine Baustelle ist und bleibt, dafür braucht es eigentlich keine Hinweisschilder mehr. Foto: Ralf Hirschberger

BER: Keine Verzögerung durch Umbau von Brandschutzwänden

Die Pannenserie am Hauptstadtflughafen hält an. Nun müssen 600 Wände eingerissen werden, weil sie nicht den Brandschutzvorschriften entsprechen. Einen kompletten Neustart in Schönefeld lehnt Flughafenchef Mühlenfeld dennoch ab.

Berlin (dpa) - Der Umbau von 600 Brandschutzwänden bringt den Zeitplan am künftigen Hauptstadtflughafen nach Angaben der Flughafengesellschaft nicht durcheinander.

Die Probleme sind laut Flughafenchef Karsten Mühlenfeld in der geltenden Terminplanung bereits berücksichtigt. Ein Teil der Arbeiten sei auch bereits erledigt, hatte Mühlenfeld am Montagabend mitgeteilt.

Rund 30 Wände müssen komplett neu gebaut werden, weil unzulässigerweise Gasbeton-Steine verwendet wurden. Etwa 570 weitere Wände müssen umgebaut oder verstärkt werden.

Wegen weiterer Probleme unter anderem mit zu schweren Rauchgas-Ventilatoren rechnet die Flughafengesellschaft derzeit mit einer Bauverzögerung von drei bis vier Monaten. Die geplante Fertigstellung bis zum März 2016 sei nicht mehr zu halten. Damit ist auch der Zeitplan bis zur angepeilten Eröffnung im zweiten Halbjahr 2017 deutlich enger geworden. Etwas Puffer hatten die Verantwortlichen aber eingeplant.

Nach dem Willen der Berliner CDU sollen Mühlenfeld und Berlins Flughafen-Koordinator Engelbert Lütke Daldrup den Parlamentariern im Hauptausschuss den Stand der Dinge erläutern. Der Ausschuss tagt in dieser Woche am Mittwoch und am Freitag. Die Grünen-Fraktion will Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD), Aufsichtsratschef der Flughafen-Gesellschaft, in einen Ausschuss zitieren. "Offenbar ist am BER nicht mal das Einmaleins der Bautechnik beachtet worden", erklärte der Abgeordnete Andreas Otto am Dienstag.

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