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Patrick Pouyanné soll Europas drittgrößten Mineralölkonzern Total leiten.

Nach Tod des Vorgängers

Patrick Pouyanné wird neuer Total-Chef

Paris - Nach dem Unfalltod des Total-Direktors de Margerie setzt der Ölkonzern erst einmal auf ein Führungstandem. An die Spitze rückt Raffinerie-Direktor Pouyanné. Bis Ende 2015 steht ihm Ex-Chef Desmarest zur Seite.

Frankreichs Öl-Riese Total hat nach dem tödlichen Unfall von Konzernchef Christophe de Margerie rasch einen Nachfolger bestimmt. Patrick Pouyanné wird Europas drittgrößten Mineralölkonzern künftig leiten, wie Total am Mittwoch in Paris mitteilte. Der 51 Jahre alte Manager ist seit Anfang 2012 als Generaldirektor für die Bereiche Raffinerie und Chemie bei Total verantwortlich.

Bis Ende 2015 übernimmt zudem der frühere Total-Chef Thierry Desmarest den Vorsitz des Verwaltungsrats, dem er ohnehin noch angehört. Dann solle der 68-Jährige, der als Vorgänger von de Margerie zwischen 1995 und 2007 das nach Börsenwert größte französische Unternehmen lenkte, auch diese Position an Pouyanné übergeben. De Margerie hatte beide Positionen inne.

Der 63 Jahre alte bisherige Total-Chef war am späten Montagabend in Moskau ums Leben gekommen. Sein Privatjet prallte auf der Startbahn des Flughafens Wnukowo mit einem Schneepflug zusammen. Der Fahrer des Räumfahrzeugs soll betrunken gewesen sein. Russische und französische Spezialisten untersuchen nun Videoaufzeichnungen von dem Unglück.

Die Nachricht vom Tod des bekannten Managers war weit über Frankreich hinaus mit großer Fassungslosigkeit aufgenommen worden. De Margerie war seit 2007 Vorstandsvorsitzender von Total. 1974 hatte er seine Karriere im Finanzbereich des Ölkonzerns begonnen. Total hat mit weltweit rund 100.000 Mitarbeitern 2013 knapp 190 Milliarden Euro umgesetzt.

Der neue Konzernleiter Pouyanné hatte zwischen 1989 und 1996 in mehreren französischen Ministerien verschiedene Positionen inne. 1997 kam er zu Total und war zunächst in Angola und Katar für den Konzern tätig. Von 2002 an übernahm er führende Aufgaben in der Spitze des Unternehmens.

dpa

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