CSU plant offenbar Zwangsabgabe für Banken

Berlin - Die CSU plant nach einem Zeitungsbericht eine Risikoabgabe für Banken, an der der Staat aber nicht beteiligt werden soll.

“Wir sollten einen Rettungsfonds einrichten, in den die Banken je nach Risiko und Systemrelevanz einzahlen müssen“, sagte CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich der “Financial Times Deutschland“ (Mittwoch). Friedrich greift damit einen Vorschlag von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann auf, der aber auch eine staatliche Beteiligung an dem Fonds vorsieht. “Nicht der Staat muss den Fonds füllen wie Herr Ackermann meint.

Die Banken müssen selbst dafür sorgen, die systemischen Risiken abzusichern“, so der CSU-Politiker. “Ziel ist, dass die Banken sich bei der nächsten Finanzkrise selber retten können.“ Der Ackermann- Vorschlag war in der Politik bislang auf wenig Gegenliebe gestoßen. Mit der CSU mache sich die erste Regierungspartei das Konzept der Risikoabgabe zueigen, schreibt die Zeitung. Friedrich erwarte einen entsprechenden Beschluss auf der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe Anfang Januar in Kreuth.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Europas Großbanken bewähren sich in Stresstest

Zeugnistag für Europas Banken - aber keine Sitzenbleiber. Anders als vor zwei Jahren, als etliche Kreditinstitute blaue Briefe erhielten, gibt es diesmal nach dem …
Europas Großbanken bewähren sich in Stresstest

Kaiser's-Übernahme: Erster Tarifabschluss bei Edeka

Der umstrittene Verkauf von Kaiser‘s Tengelmann an Edeka stockt. Die Tarifpartner aber schaffen erste Fakten. Unterdessen gibt es neue Vorwürfe gegen Wirtschaftsminister …
Kaiser's-Übernahme: Erster Tarifabschluss bei Edeka

VW hadert weiter mit US-Klagen: 500 neue Mitarbeiter nötig

Wer dachte, VW habe den Abgas-Skandal mit dem Milliardenkompromiss in den USA hinter sich gebracht, liegt falsch. Einige Bundesstaaten gehen weiter gegen den Konzern …
VW hadert weiter mit US-Klagen: 500 neue Mitarbeiter nötig

EU verhängt bis 2021 Strafzölle auf chinesischen Baustahl

Brüssel (dpa) - Zur Abwehr von Billigimporten aus China hat die EU neue Strafzölle verhängt. Auf chinesischen Baustahl mit hoher Ermüdungsbeständigkeit werden ab sofort …
EU verhängt bis 2021 Strafzölle auf chinesischen Baustahl

Kommentare