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Martin Schießwohl, Leiter Private Banking in der Region Bayern-Süd der HypoVereinsbank.

Leserthema "Privatbanken"

Schatzsuche in der Garage

Immer mehr vermögende Anleger denken beim Thema Diversifikation nicht mehr nur an Aktien und Anleihen, sondern auch an Oldtimer und wertvolle Gemälde.

Wer sein Geld vermehren will, hat es derzeit schwer. Rund die Hälfte aller europäischen Staatsanleihen bringt mittlerweile nur noch negative Zinserträge. Aber das komplette Vermögen in Aktien zu stecken, ist auch nicht jedem Anleger geheuer. So verwundert es nicht, dass immer mehr Anleger auf andere Sachwerte ausweichen. Dazu gehören Gold, Immobilien oder direkte Firmenbeteiligungen. In vergangenen Jahren haben Privatinvestoren aber auch verstärkt Luxusgüter wie Oldtimer oder Kunst für sich entdeckt. „Es gibt eine Menge vermögender Anleger, die sich sagen: Wenn es schon keine Zinsen mehr fürs Geld gibt, dann schaue ich mir neben einer aktiven Vermögensverwaltung, die ohnehin verschiedene Anlageklassen abdeckt, auch mal außergewöhnliche Anlagealternativen an. Und wenn es nicht nur schön fürs Auge ist, sondern sogar noch im Wert steigen kann, dann ist das umso besser“, sagt Martin Schießwohl, Leiter Private Banking in der Region Bayern-Süd der HypoVereinsbank. Die Kunden, so weiß er, seien oft gut informiert und interessieren sich privat sehr für die Geschichte klassischer Automobile.

Wenn es dann konkret darum geht, das passende „Classic Car“ für sich zu finden, ist die HypoVereinsbank ein guter Ansprechpartner. Die Bank kann ihre langjährige Erfahrung und ihre guten Beziehungen in die Szene ausspielen. „Einmal sprach uns ein Kunde an, der in den Siebzigerjahren einen Porsche 911 fuhr. So einen hätte er jetzt gerne wieder. Wir haben über unser Netzwerk drei passende Fahrzeuge gefunden und dabei festgestellt: Sein alter Porsche war auch dabei. Heute fährt er ihn wieder selbst und ist glücklich damit“, erzählt Schießwohl.

Das Autoglück ist für viele Anleger allerdings inzwischen deutlich mehr als reine Liebhaberei alter Bleche. Der Kauf eines „Classic Cars“ kann über Jahre hinweg deutliche Wertsteigerungen erfahren. So zeigt der Luxusinvestmentindex der Beratungsagentur Knight Frank, dass der Oldtimer die profitabelste Wertanlage unter den Luxusgütern ist. Münzen, Schmuck, Wein und Kunst folgen auf den Plätzen. Konkret: Wer vor zehn Jahren Oldtimer gekauft hat, konnte damit im Durchschnitt sein eingesetztes Kapital fast verfünffachen. Zum Vergleich: Der britische Aktienleitindex FTSE 100 stieg im selben Zeitraum um 15 Prozent, der Dax verdoppelte seinen Wert in etwa.

Einen ähnlichen Rundum-Service wie beim Thema Oldtimer können Investoren auch bei der Suche nach Kunstobjekten erfahren. Erste Ansprechpartnerin für kunstinteressierte Anleger ist Carolin Jost, Art Managerin im Private Banking der HypoVereinsbank. Ganz gleich, ob es um ein Landschaftsgemälde von Gerhard Richter aus den Siebzigerjahren oder ein Stillleben von Georg Flegel aus dem 16. Jahrhundert geht: Jost berät seit Jahren die vermögende Privatkundschaft nicht nur mit viel Leidenschaft, sondern sorgt durch ihr Renommee als ausgewiesene Expertin und mit ihrer hervorragenden Vernetzung in der Kunstszene auch dafür, dass beim Kauf und Verkauf von Kunstobjekten realistische Preise gezahlt werden.

Oftmals gehe es allerdings gar nicht in erster Linie ums Geld, weiß Schießwohl. „Zu uns kommen auch Kunden, die sich beraten lassen, welche Kunstobjekte in ihr persönliches Zuhause passen. Da geht es um das Zusammenspiel von Architektur und Kunst“, so Schießwohl. Dass die Bank auch bei der Einrichtung einer Villa entsprechende Experten vermitteln kann, ist nicht nur ein zufälliger Nebeneffekt. „Wenn wir sagen, dass wir unsere vermögende Privatkundschaft ganzheitlich beraten können, dann meinen wir das sehr wörtlich. Wir sind eben nicht nur einfach Geldverwalter, sondern auch dann ein verlässlicher Partner für unsere Kunden, wenn es mal nicht nur um klassisches Vermögensmanagement geht“, sagt Martin Schießwohl.

Matthias von Arnim

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