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Der ehemalige HRE-Chef Georg Funke.

Prozess um Ex-HRE-Chef: Gericht fordert Gutachten

München - Im Prozess um Millionen-Gehaltsforderungen des früheren HRE-Chefs Georg Funke sollen nun Gutachter klären, ob der Ex-Manager zur Existenzkrise der Bank beigetragen hat.

Einen entsprechenden Beweisbeschluss verkündete der Vorsitzende Richter Helmut Krenek am Donnerstag in München. Sachverständige der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg sollen der Frage nachgehen, ob Funke und der ehemalige Finanzvorstand der inzwischen verstaatlichten Hypo Real Estate (HRE), Markus Fell, Pflichten bei der Einschätzung von Liquiditätsrisiken und der Risikosteuerung verletzten und ob sie die Refinanzierung des Unternehmens ausreichend im Blick hatten. Außerdem soll geklärt werden, ob die Übernahme der in Irland ansässigen Depfa- Bank im Jahr 2007 ausreichend vorbereitet wurde.

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Funke und Fell fordern von ihrem früheren Arbeitgeber Gehaltsnachzahlungen in Millionenhöhe, weil sie das Unternehmen auf dem Höhepunkt der Krise im Jahr 2008 verlassen mussten, obwohl sie noch gültige Arbeitsverträge hatten. Im Oktober hatten die Ex-Manager bereits einen Etappensieg errungen. In einem sogenannten Urkundsprozess entschied das Gericht, dass die HRE Funke zwei Monatsgehälter von zusammen rund 150 000 Euro nachzahlen muss, Fell soll für einen Monat 40 000 Euro erhalten. In diesem Verfahren waren Beweise allerdings nur durch Urkunden, also Verträge oder andere Schriftstücke, vorgelegt worden.

dpa

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