Analysten zeigen sich enttäuscht

Puma bezeichnet Geschäftsjahr 2014 als "Wendepunkt"

Herzogenaurach - Der kriselnde deutsche Sportartikelhersteller Puma hat sich mit seinem Geschäftsjahr 2014 zufrieden gezeigt. Die Trendwende bei Puma werde "noch etwas Zeit benötigen", aber 2014 markiere "einen Wendepunkt", heißt es.

Konzernchef Björn Gulden sprach am Montag in Herzogenaurach über die Bilanz des zurückliegenden Jahres. Puma will weg vom Thema Lifestyle und den Sport wieder ins Zentrum seiner Markenidentität stellen.

Das Unternehmen konnte seinen Gewinn im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2013 auf rund 64 Millionen Euro verzwölffachen. Allerdings hatten Sonderkosten für den Unternehmensumbau das Jahresergebnis 2013 belastet. Die Umsätze blieben mit knapp drei Milliarden Euro ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Um Währungseffekte bereinigt sei der Umsatz um 3,3 Prozent gewachsen, teilte Puma mit.

Analysten hatten im Vorfeld noch mehr erwartet und waren unter anderem von den zeitgleich bekanntgegebenen Zahlen für das vierte Quartal 2014 enttäuscht. Von Oktober bis Dezember verbuchte der drittgrößte Sportkonzern der Welt einen Verlust von 4,6 Millionen Euro. Als Grund dafür nannte Puma unter anderem die Kosten für eine neue Werbekampagne. Die Puma-Aktie brach nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen kurzzeitig um bis zu zwei Prozent ein, erholte sich aber wieder.

"Wir haben den Umsatzrückgang gestoppt und weitere Fortschritte bei unseren wichtigsten strategischen Maßnahmen erzielt", erklärte Gulden. Neben der Rückbesinnung auf den Bereich Sport will Puma künftig den Fokus stärker auf Frauen legen. Dafür verpflichteten die Herzogenauracher Popstar Rihanna als Markenbotschafterin.

AFP

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