Die Rahmenbedingungen für die Reisebranche könnten kaum besser sein. Wird 2015 ein Rekordjahr für den Tourismus? Foto: Soeren Stache
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Die Rahmenbedingungen für die Reisebranche könnten kaum besser sein. Wird 2015 ein Rekordjahr für den Tourismus? Foto: Soeren Stache

Rekordjahr für deutsche Reisebranche

Frankfurt/Main (dpa) - Nach einem Rekordjahr ist der Optimismus in der deutschen Reisebranche groß. Der Branchenverband DRV erwartet dank der stabilen Konjunktur hierzulande weiteres Wachstum auf hohem Niveau, wie Verbandspräsident Norbert Fiebig in Frankfurt sagte.

Die aktuellen Vorausbuchungen lägen über dem Vorjahresniveau 2013/2014. Für das wichtige Sommergeschäft sei in den Reisebüros bis Ende Januar laut GfK-Marktforschern ein Umsatzplus von rund fünf Prozent aufgelaufen.

Im vergangenen Touristikjahr 2013/2014 (31. Oktober) erzielten Reiseveranstalter dem DRV zufolge Rekorde bei Umsatz und Teilnehmerzahlen. Die Unternehmen steigerten ihren Umsatz um rund eine Milliarde Euro auf die Bestmarke von 26,3 Milliarden Euro - ein Plus von fast vier Prozent.

Die Bilanz fällt damit deutlich besser aus als erwartet. Der DRV hatte nur mit einem Plus von zwei Prozent gerechnet. Die Zahl der Urlauber, die mit Veranstaltern in die schönsten Wochen des Jahres starteten, stieg um 2,5 Prozent.

"Krisen haben in der Regel nur einen kurzzeitigen Effekt und führen zeitweilig zur Verlagerung der Reiseströme. Einen grundsätzlichen Verzicht auf Reisen - das belegen die Zahlen - gibt es jedoch nicht", sagte Fiebig vor der Reisemesse ITB in Berlin, die am 4. März beginnt. Die Branche profitierte vor allem von der Nachfrage nach Kreuzfahrten und nach hochwertigeren und damit teureren Reisen.

Auch die Umsätze der Reisebüros zeigten nach oben. Die Touristik-Reisevermittler verbuchten ein Plus von etwa drei Prozent. Die Geschäftsreisebüros erzielten nach Rückgängen der vergangenen Jahren einen leichten Zuwachs von knapp einem Prozent. Insgesamt verzeichnete der sogenannte stationäre Vertrieb einen Umsatz von rund 23 Milliarden Euro (Vorjahr 22,7 Mrd).

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