Eine Arianespace Soyuz ST-B hebt ab.
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Eine Arianespace Soyuz ST-B hebt ab.

Bestellungen für 5,3 Milliarden Euro in den Büchern

Rekordjahr bei Raketenbetreiber Arianespace

Paris - Nach einem Rekordjahr kann der europäische Raketenbetreiber Arianespace der aggressiven Konkurrenz mit einem dicken Auftragspolster im Rücken entgegentreten.

Das Unternehmen habe Bestellungen für Raketenstarts im Wert von 5,3 Milliarden Euro in den Büchern, sagte Arianespace-Chef Stéphane Israël am Dienstag in Paris. Das sei so viel wie noch nie. Arianespace dürfe sich aber nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen: Um Wettbewerber wie das US-Unternehmen SpaceX auf Abstand zu halten, dringt Israël auf niedrigere Kosten.

Zwölf Raketen 2015 ins All geschickt

Arianespace schickte im vergangenen Jahr zwölf Raketen vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana (Südamerika) ins All - ein Rekord. Sie brachten 21 Satelliten in den Orbit. Der Umsatz dürfte bei mehr als 1,4 Milliarden Euro liegen, Israël erwartet unter dem Strich ein ausgeglichenes Ergebnis. In diesem Jahr will Arianespace elf Starts mit seinen Trägerraketen Ariane 5, Sojus und Vega absolvieren.

Neue Raketengeneration in den Startlöchern

Große Hoffnungen setzt Israël in die neue Generation europäischer Raketen: Die Europäische Weltraumorganisation Esa hatte den milliardenschweren Entwicklungsauftrag für die Ariane 6 im vergangenen Jahr an Airbus Safran Launchers (ASL) vergeben. Der Raketenbauer will auch die Mehrheit an Arianespace übernehmen. Dieser Prozess sei „gut unterwegs“, sagte Israël. Die Übernahme ist Teil der Neuordnung der europäischen Raketenindustrie, um angesichts von Konkurrenz wie SpaceX wettbewerbsfähig zu bleiben.

dpa

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