Risikoaufschläge für Euro-Krisenländer merklich gesunken

Frankfurt/Main - Die Risikoaufschläge für die Anleihen von Eurokrisenländern sind am Tag nach dem EU-Gipfel merklich gesunken.

So fiel die Rendite für zehnjährige italienische Staatsanleihen am Dienstag wieder unter die Marke von sechs Prozent. Besonders deutlich gingen die Renditen am portugiesischen Markt zurück, nachdem dort die Lage am Montag fast eskaliert war.

Die Einigung auf einen Fiskalpakt für die Eurozone auf dem EU-Gipfel am Dienstag habe zu der Entspannung beigetragen, sagten Händler. Positiv aufgenommen wurden am Markt auch Äußerungen von Griechenlands Regierungschef Lucas Papademos, der von Fortschritten in den Verhandlungen mit den privaten Gläubigern über einen Schuldenschnitt sprach.

Die Rendite der zehnjährigen Italienischen Staatsanleihe fiel bis zum späten Nachmittag um 13 Basispunkte auf 5,938 Prozent. In Spanien sank die Rendite um 5 Basispunkte auf 4,925 Prozent. In Portugal fiel die Rendite sogar um 95 Basispunkte auf 14,866 Prozent. Damit wurde der drastische Anstieg am Vortag größtenteils wieder wettgemacht. Die Furcht, dass es wie in Griechenland auch in Portugal zu einen Schuldenschnitt für die Anleger kommen könnte, hat laut Händlern zu dem starken Anstieg der Risikoaufschläge geführt. Zudem werden portugiesische Anleihen mittlerweile bei allen drei Ratingagenturen als Ramsch gewertet.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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