Kreditbüro in Moskau: Neben den westlichen Sanktionen hat vor allem der starke Rückgang der Ölpreise in den vergangenen Monaten dem Rubel stark zugesetzt. Foto: Sergei Chirikov
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Kreditbüro in Moskau: Neben den westlichen Sanktionen hat vor allem der starke Rückgang der Ölpreise in den vergangenen Monaten dem Rubel stark zugesetzt.

Lage kritisch

Russische Notenbank stemmt sich gegen Rubel-Verfall

Moskau - Nach einem Eingriff der Notenbank kann die russische Währung ihre Talfahrt vorerst stoppen. Der Rubel legt gegenüber Dollar und Euro zu. Die Lage bleibt aber kritisch.

Der russische Rubel hat seinen Sinkflug am Mittwoch vorerst gestoppt. Zuvor hatte die russische Notenbank erstmals seit einem Monat eingegriffen, um den Verfall aufzuhalten. 700 Millionen US-Dollar wurden zuletzt aus Devisenbeständen verkauft, wie aus Daten auf der Internetseite der Zentralbank hervorgeht. Das ist allerdings ein eher kleiner Betrag: Allein im Oktober hat sie 30 Milliarden Dollar veräußert, um den unter Ukraine-Krise und Ölpreisverfall leidenden Rubel zu stützen.

Bis zum Mittag hatte der Rubel noch Verluste einstecken müssen, drehte dann aber im weiteren Handelsverlauf ins Plus. 52,6 Rubel mussten für einen US-Dollar gezahlt werden, 64,7 Rubel für einen Euro. Zum amerikanischen Dollar legte der Rubel etwa zwei Prozent zu, zum Euro gut drei Prozent.

Die russische Notenbank zählt mit Reserven von über 400 Milliarden US-Dollar (über 320 Mrd Euro) zu den reichsten Devisenbesitzern der Welt.

Neben den westlichen Sanktionen hat vor allem der starke Rückgang der Ölpreise in den vergangenen Monaten dem Rubel stark zugesetzt. Die Regierung bestreitet einen Großteil ihrer Einnahmen mit Rohölexporten. Seit der Entscheidung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) in der vergangenen Woche, ihre Fördermenge unverändert zu lassen, hat sich der Abwärtstrend der Währung noch einmal stark beschleunigt.

Bereits im November hatte die russischen Zentralbank ihre täglichen Kontrollen des Rubelkurses aufgegeben und die schwer angeschlagene Währung frei handeln lassen. Stattdessen wollte die Notenbank - wie sie angekündigt hatte - auf den Devisenmärkten intervenieren, wenn es nötig sei.

dpa

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