Wegen niedriger Kerosinpreise

Ryanair verdoppelt Gewinn: Tickets sollen noch billiger werden

Dublin - Ryanair hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal dank niedriger Kerosinpreise mehr als verdoppelt. Der Chef von Europas größtem Billigflieger rechnet deswegen mit noch billigeren Tickets.

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Dezember stand unter dem Strich ein Überschuss von 103 Millionen Euro nach 49 Millionen ein Jahr zuvor, wie der Easyjet-Konkurrent aus Irland am Montag in Dublin mitteilte. Für das Geschäftsjahr bis Ende März rechnet Ryanair-Chef Michael O'Leary nun mit noch mehr Fluggästen als zuletzt - und mit noch stärker fallenden Ticketpreisen.

Im Quartal bis Ende Dezember steigerte Ryanair die Zahl der Fluggäste um ein Fünftel auf 24,9 Millionen. Der Umsatz legte wegen gesunkener Ticketpreise weniger stark zu, nämlich um 17 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Für die Monate Januar bis März erwartet O'Leary sogar 26 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahreszeitraum. Die Ticketpreise dürften dabei um 6 Prozent sinken - anderthalb Mal so stark wie bisher gedacht.

Für das gesamte Geschäftsjahr peilt die Ryanair-Führung jetzt die Marke von 106 Millionen Fluggästen an. Erst im November hatte das Management die Latte von 104 auf 105 Millionen Passagiere angehoben. Der Jahresgewinn soll weiterhin das obere Ende der Spanne von 1,175 bis 1,225 Milliarden Euro erreichen.

dpa

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