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Die Rabattplattform Groupon steckt in den roten Zahlen fest.

Trotz steigender Umsätze

Schnäppchenportal Groupon verliert Millionen

Chicago - Der einstige Börsenliebling Groupon kämpft sich durch seinen kostspieligen Firmenumbau - mit einem Millionen-Verlust trotz steigender Umsätze. Die Aktie legt dennoch zu.

Die Rabattplattform Groupon steckt in den roten Zahlen fest. Im dritten Quartal stieg der Fehlbetrag auf 21,2 Millionen Dollar (16,8 Mio. Euro) von 2,58 Millionen vor einem Jahr, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz kletterte gleichzeitig um 27 Prozent auf 757 Millionen Dollar.

Bei Groupon können Kunden Rabattgutscheine von Dienstleistern, Restaurants oder Händlern kaufen. Die Angebote werden bisher vor allem über E-Mail-Newsletter verbreitet. Groupon will aber verstärkt zu einer Plattform werden, über die lokale Händler ihre Angebote online und auf mobilen Geräten vermarkten können. So legte Groupon Webseiten für mehrere Millionen Geschäfte an, auf denen sie sich im Groupon-System präsentieren können. Der Wandel nimmt Zeit in Anspruch und kostet Geld. In Nordamerika lag der Anteil der gezielten Suchanfragen in Groupons Deal-Datenbank im vergangenen Quartal bei zehn Prozent der gesamten Nutzung.

Groupon zählte zuletzt 52,7 Millionen aktive Kunden, die in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal bei den Schnäppchen zugeschlagen hatten. Das war rund ein Viertel mehr als vor einem Jahr. Rund die Hälfte der Groupon-Angebote wird auf mobilen Geräten gekauft.

An Asien sucht Groupon nach Partnern, mit denen das Geschäft dort gemeinsam betrieben werden könnte. Das wäre eine Alternative dazu, die dortigen Sparten zu verkaufen, sagte Groupon-Chef Eric Lefkofsky dem Finanzdienst Bloomberg. Groupon war in den vergangenen Jahren sehr schnell international gewachsen. Dabei wurden jedoch viele lokale Firmen mit unterschiedlichen Software-Plattformen zusammengekauft, die teure Integration sorgte für hohe Verluste.

Die Erwartungen der Analysten wurden mit den Quartalszahlen überboten, allerdings gab das Management einen schwächeren Ausblick ab als angenommen. Nachbörslich legte die Aktie um mehr als vier Prozent zu. Mit rund 6 Dollar liegt nach wie vor tief unter dem Ausgabepreis von 20 Dollar beim Börsengang Ende 2011.

dpa

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