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Unterm Strich verdoppelte Bosch den Gewinn auf 2,6 Milliarden Euro. Foto: Sebastian Kahnert/Symbolbild

Bosch setzt auf Dienstleistungen für vernetzte Geräte

Intelligente Backöfen, Rasenmäher und Fabriken: Bosch will künftig mit Internet-Dienstleistungen punkten. Doch noch ist der Bereich klein. In diesem Jahr gibt vor allem der schwache Euro Rückenwind.

Gerlingen (dpa) - Der Technikkonzern Bosch will sich mit Produkten und Dienstleistungen rund um das Internet neue Märkte erschließen. 

Man bringe gute Voraussetzungen mit, um aus der Vernetzung ein Dienstleistungsgeschäft zu machen, sagte Bosch-Chef Volkmar Denner bei der Bilanzpressekonferenz in Gerlingen bei Stuttgart.

Bislang trage der Bereich einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag zum Umsatz bei. Das Wachstumspotenzial sei aber noch erheblich.

Welchen Umsatzbeitrag das sogenannte Internet der Dinge insgesamt bringen werde, sei schwer zu beziffern, weil die Technologien in vielen existierenden Produkten verbaut würden, erklärte Denner. 

Bosch liefert Sensoren etwa für vernetzte Haushaltsgeräte, Werkzeuge oder Smartphones, aber auch für Autos. "2015 wie schon 2014 wird sich unser Absatz von Radar- und Videosensoren fürs Auto verdoppeln."

Ins neue Jahr war der Technikkonzern aber vor allem dank des schwachen Euro mit einem Umsatzplus von 13 Prozent gestartet. Angaben zur absoluten Höhe des Umsatzes im ersten Quartal machte Bosch nicht.

Der positive Effekt der dieses Jahr vollzogenen Komplettübernahme von Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) und ZF Lenksysteme ist dabei aus dem Wachstum herausgerechnet. Auch abzüglich der Wechselkurseffekte betrug das Plus noch 5,4 Prozent. Damit lag das erste Quartal über dem für 2015 angepeilten Zielkorridor von 3 bis 5 Prozent.

Schon 2014 hatte der Konzern seine Wachstumsziele dank des starken Kfz-Geschäfts mit einem Plus von 6,3 Prozent auf 49 Milliarden Euro Umsatz übertroffen. Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) und ZF Lenksysteme eingerechnet, wäre Bosch 2014 auf 64 Milliarden Euro Umsatz gekommen. Unterm Strich verdoppelte das Unternehmen seinen Gewinn auf 2,6 Milliarden Euro - im Vorjahr hatte der Ausstieg aus dem Solargeschäft auf das Ergebnis gedrückt.

Mit der BSH-Übernahme sinkt nun die Abhängigkeit vom Kfz-Geschäft. Bislang machte Bosch in der Sparte mehr als zwei Drittel seines Umsatzes. Der Konzern setzt hier auf Technologien für automatisiertes Fahren: In diesem Jahr sollen etwa das ferngesteuerte Parken und der Stauassistent in Serie gehen. Bis 2020 will Bosch einen serienreifen Autopiloten für die Autobahn entwickeln.

Im vergangenen Jahr stieg die Mitarbeiterzahl des Konzerns weltweit um 8800 auf knapp 290 200. Rund 1800 Stellen in Deutschland fielen durch das Aus der Solarsparte weg. Unter Einbeziehung von BSH und ZF Lenksysteme kommt Bosch auf 360 000 Mitarbeiter weltweit.

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