Die Firmenzentrale von Sony in Tokio. Foto: EPA/dpa
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Die Firmenzentrale von Sony in Tokio. Foto: EPA/dpa

Sony verdient dank Fotosensoren, Playstation und Yen-Kurs

Nach Jahren der Sanierung scheint Sony auf dem Weg, wieder dauerhaft profitabel zu sein. Kamera-Sensoren und die Playstation sind die Gewinnbringer - und selbst die lange krankende Elektronik-Sparte schreibt keine Verluste mehr.

Tokio (dpa) - Der japanische Elektronik-Riese Sony verdient nach einer langen Durststrecke wieder ordentlich Geld. Im vergangenen Quartal gab es einen Gewinn von 82,4 Milliarden Yen (600 Mio Euro) - das war drei Mal so viel wie ein Jahr zuvor.

Als Retter erweisen sich immer mehr die Kamera-Sensoren, die in vielen Smartphones anderer Hersteller zum Einsatz kommen. Das eigene Handy-Geschäft bringt Sony hingegen rote Zahlen. Die Playstation 4 spielt nach Anlaufverlusten inzwischen Gewinne ein - und der günstige Yen-Kurs besserte die Zahlen zusätzlich deutlich auf.

Der Bereich "Devices", in den das Geschäft mit Kamera-Sensoren einfließt, steigerte den Umsatz im Jahresvergleich um gut 35 Prozent auf rund 238 Milliarden Yen (1,7 Mrd Euro). Ihr operativer Gewinn sprang von 11,5 auf 30,3 Milliarden Yen (220 Mio Euro) hoch. Sonys Kamera-Sensoren stecken unter anderem in Apples iPhones und Samsung-Telefonen.

Der Umsatz in der eigenen Smartphone-Sparte fiel dagegen um über 16 Prozent auf 280,5 Milliarden Yen (gut zwei Mrd Euro). Sony erklärt das auch mit dem bewussten Ausstieg aus dem Geschäft mit günstigen Geräten, in dem chinesische Hersteller besonders stark sind. Sony verkaufte noch 7,2 Millionen Smartphones - knapp ein viertel weniger als im Vorjahresquartal. Der operative Verlust des Bereichs stieg auch trotz positiver Währungseffekte auf 22,9 Milliarden Yen (166 Mio Euro). Sony rechnet für den Bereich in dem bis Ende März 2016 laufenden Geschäftsjahr mit roten Zahlen von 60 Milliarden Yen.

Das Spiele-Geschäft mit der Playstation-Konsole wuchs um gut zwölf Prozent auf knapp 289 Milliarden Yen (2,1 Mrd Euro) und der operative Gewinn sprang von 4,3 auf 19,5 Milliarden Yen hoch (142 Mio Euro). Sony wurde drei Millionen Geräte seiner aktuellen Spielekonsole Playstation 4 los. Zum Vergleich: Die Wii U des Rivalen Nintendo verkaufte sich in dieser Zeit fast sieben Mal schlechter.

Das Geschäft mit Verbraucherelektronik, das jahrelang Sonys schwierigste Baustelle war und für hohe Verluste sorgte, schreibt nach schmerzhafter Sanierung inzwischen schwarze Zahlen. Im Filmgeschäft gab es diesmal einen seltenen Verlust, im gesamten Geschäftsjahr soll jedoch wieder ein positives Ergebnis herauskommen.

Der Konzernumsatz in dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal sank leicht um 0,1 Prozent auf 1,8 Billionen Yen, wie Sony am Donnerstag mitteilte. Für das Gesamtgeschäftsjahr rechnet Sony weiterhin mit der Rückkehr in die Gewinnzone. Erstmals seit drei Jahren sollen unterm Strich wieder schwarze Zahlen stehen, und zwar in Höhe von 140 Milliarden Yen.

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