Yahoo-Chefin Marissa Mayer: Yahoo wollte die Alibaba-Beteiligung verkaufen und den Erlös an seine Aktionäre ausschütten. Foto: Laurent Gillieron/Archiv
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Yahoo-Chefin Marissa Mayer: Yahoo wollte die Alibaba-Beteiligung verkaufen und den Erlös an seine Aktionäre ausschütten. Foto: Laurent Gillieron/Archiv

Sender: Yahoo legt Verkauf des Alibaba-Anteils auf Eis

Sunnyvale (dpa) - Yahoo wird seinen milliardenschweren Anteil an der chinesischen Handelsplattform Alibaba laut einem Medienbericht vorerst doch nicht verkaufen.

Der Internet-Konzern lege die seit Monaten vorbereitete Transaktion auf Eis, berichtete der US-Fernsehsender CNBC am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen. Stattdessen solle der Verkauf des Kerngeschäfts geprüft werden.

Das wäre ein Kehrtwende und eine Demontage für den Internet-Pionier. Die Beteiligungen an Alibaba und Yahoo Japan wären an der Börse einzeln mehr wert als aktuell der gesamte Konzern.

Yahoo wollte die Alibaba-Beteiligung verkaufen und den Erlös an seine Aktionäre ausschütten. Doch auch kurz vor dem geplanten Abschluss der Transaktion Anfang kommenden Jahres bleibt unklar, ob sie steuerfrei umgesetzt werden kann. Die US-Steuerbehörde will das nicht garantieren.

Der Finanzinvestor Starboard Value forderte deswegen Yahoo Mitte November auf, stattdessen das Internet-Kerngeschäft abzustoßen. Yahoo hatte zuletzt bei der Vorlage von Quartalszahlen im Oktober bekräftigt, der Verkauf der Alibaba-Beteiligung werde vorangetrieben und man habe Wachstumspläne für das Geschäft als Internet-Konzern. Der Verwaltungsrat von Yahoo hatte vergangene Woche laut Medienberichten mehrere Tage lang über die Situation beraten.

Die Yahoo-Aktie legte nach dem Bericht nachbörslich um rund zwei Prozent zu.

Bericht von CNBC

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