Erich Sixt stellt in München die Bilanz von Deutschlands größtem Autovermieter vor. Foto: Sven Hoppe/Archiv
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Erich Sixt stellt in München die Bilanz von Deutschlands größtem Autovermieter vor. Foto: Sven Hoppe/Archiv

Sixt mit Rekordergebnis

Sixt hat ein Rekordjahr hinter sich. 2015 könnte noch besser werden. Der Autovermieter steht möglicherweise vor großen Veränderungen. Der Konzern prüft einen Börsengang der Leasing-Tochter. Er hat, wenn es klappt, mit der Sparte noch viel vor.

München (dpa) - Deutschlands größter Autovermieter Sixt hat im vergangenen Jahr mehr Geld verdient als je zuvor. Das Unternehmen habe die eigenen Erwartungen übertroffen, sagte Firmenchef Erich Sixt in München.

"Es ist umso erfreulicher, wenn man das verhaltene konjunkturelle Umfeld in Europa in Rechnung stellt", sagte Sixt. Treiber waren das klassische Vermietgeschäft, aber auch das Leasing. Und mit diesem Geschäft hat Erich Sixt noch viel vor.

Bereits vor einigen Wochen hatte Sixt bekannt gegeben, zu prüfen, ob man die Leasing-Sparte abtrennt und an die Börse bringt. Sixt will das Geschäft ausbauen. Die Sparte ist in mehreren Feldern aktiv: Dem Flotten-Leasing und dem Flotten-Management für Großkunden und dem Neuwagen-Leasing für private Kunden und kleine Gewerbekunden. Für Sixt ein lukratives Wachstumsfeld.

Als Angriff auf die Autobanken etwa der Hersteller will Sixt das Privatkundengeschäft zwar nicht verstanden wissen, es könne aber gut sein, dass die Banken dabei Kunden verlören, sagte Sixt. Noch sei dieses Geschäft eher klein. Für einen Ausbau braucht Sixt mittelfristig viel Geld, ein Börsengang könnte Kapital liefern. 

Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen, Details zu den weiteren Plänen dürfe er aus rechtlichen Gründen derzeit nicht verraten, sagte Sixt. Die Leasing-Sparte insgesamt lieferte 2014 rund 563 Millionen Euro Umsatz ab.

Auch das Vermietgeschäft soll weiter wachsen und vor allem in Europa den Rivalen Europcar, Hertz oder Avis Anteile abnehmen. In Deutschland ist Sixt Marktführer, in Europa liegt der Konzern mit einem Anteil von 12 Prozent deutlich hinter Europcar. Eine Übernahme von Europcar werde es aber nicht geben: "Die würde ich nicht einmal geschenkt nehmen", sagte Sixt. Grundsätzlich sei er aber zu Zukäufen bereit, um zu wachsen.

Insgesamt zeigte sich Sixt für 2015 zuversichtlich, auch wenn er - gewohnt vorsichtig - zunächst nur mit einem leichten Zuwachs rechnet. Unter dem Strich kletterte der Gewinn 2014 um gut 16 Prozent auf 110 Millionen Euro und damit erstmals über die Marke von 100 Millionen. Der Umsatz erreichte mit einem Plus von fast 9 Prozent den Bestwert von 1,8 Milliarden Euro, beinahe 600 Millionen Euro davon stammen inzwischen aus dem Auslandsgeschäft.

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