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Die Panne soll bis mittags geklärt sein.

Buchungen werden doppelt angezeigt

Riesen-Panne bei der Deutschen Bank verärgert die Kunden

München - Bei vielen Online-Banking-Kunden der Deutschen Bank spielen die Kontostände verrückt. Offenbar gibt es bei dem Unternehmen ein größeres Software-Problem.

"Aktuell kommt es zu einer doppelten Darstellung von Buchungsposten in der Umsatzanzeige. Betroffen sind die Umsätze mit dem Buchungstag 01.06.2016", heißt es auf der Unternehmenswebsite der Deutschen Bank. Und weiter: "Es wurden jedoch keine Zahlungsverkehrsaufträge mehrfach ausgeführt. Es handelt sich hier um ein Darstellungsproblem." Mit anderen Worten: Es wurden keine Beträge doppelt abgebucht, sondern nur doppelt dargestellt. 

Viele Kunden sind sauer. Auf ihren Kontoauszügen erschienen Abbuchungen vom 1. Juni doppelt, weshalb viele sich am Freitag besorgt an die Bank wandten. Weil zum Monatswechsel in der Regel höhere Abbuchungen zum Beispiel für Miete, Versicherungen oder Strom fällig werden, rutschten betroffene Konten teilweise ins Minus.

Die Deutsche Bank betonte, entgegen anderslautender Berichte seien 98 Prozent der Kundenterminals der Bank in Betrieb und funktionierten reibungslos. An diesen Automaten können Kunden zum Beispiel Kontoauszüge ausdrucken sowie Überweisungen tätigen.

Kunden beklagten sich jedoch auch, bargeldlose Zahlungen zum Beispiel an Tankstellen seien in einigen Fällen nicht möglich. Anderen Kunden wurde dagegen plötzlich ein höherer Kontostand angezeigt.

Das Geldhaus versicherte, es werde mit Hochdruck an der Lösung des Problems gearbeitet. „Wir haben alle möglichen Maßnahmen unternommen, um eine schnellstmögliche Korrektur der Abbildung sicherzustellen. Die Kunden selbst müssen nichts unternehmen - die Korrektur erfolgt automatisch.“ Wie viele Kunden betroffen sind, konnte die Bank zunächst nicht sagen. Sie hat nach letzten Angaben acht Millionen Privatkunden.

Bank fährt Zusatzschicht

Aber klar ist auch: Handelt es sich um technische Probleme des Kreditinstituts - wie aktuell bei der Deutschen Bank - gilt: Der Verbraucher muss keine Überziehungszinsen zahlen. „Die Verantwortung liegt dann klar bei der Bank“, sagt Julia Rehberg, Juristin bei der Verbraucherzentrale Hamburg.

Das Kreditinstitut muss dafür sorgen, dass die Technik funktioniert - also die Probleme beheben und unter Umständen auch für die Folgen haften. „Das gilt auch, wenn Mahngebühren anfallen“, sagt sie. Beispielsweise wenn die Überweisungen zeitverzögert herausgehen.

Für Geldauszahlungen oder um mögliche offene Fragen zu klären, kündigte die Deutsche Bank am Freitag an, ihre Filialen bis auf wenige Ausnahmen bis 20.00 Uhr besetzt zu halten.

Verärgerte Posts im Netz

Dennoch: Viele Verbraucher äußerten sich in sozialen Netzwerken verärgert darüber, dass sie an Automaten kein Geld abheben und nicht mit EC-Karte zahlen können. Wer bei einer bestimmten Bank kein Geld am Automaten bekommt, sollte es an einem Fremdautomaten probieren, rät Rehberg. Entstehen dabei Kosten, müssten diese erstattet werden. „Ist das Abheben aus technischen Gründen auch bei anderen Bankautomaten nicht möglich, bleibt Verbrauchern derzeit nur als Alternative die Kreditkarte, die Giro-Karte einer anderen Bank oder Bargeld“, sagt Rehberg.

In den Sozialen Medien wird das heiß diskutiert. Beschwerden und ironische Kommentare gibt es zuhauf.

Die Leitungen sind teilweise überlastet. Bei den Kunden ist Geduld gefordert. Andere gehen deshalb erstmal einen Tee trinken.

@onlinegott nimmt es mit Humor. Dennoch: Bitter so kurz vor dem Wochenende. 

mke

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