Wegen Gewässerverunreinigung und unerlaubten Umgangs mit Abfällen angeklagt: Der K+S-Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner. Foto: Martin Schutt/Archiv
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Wegen Gewässerverunreinigung und unerlaubten Umgangs mit Abfällen angeklagt: Der K+S-Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner.

Abfall-Skandal

Staatsanwaltschaft bestätigt Anklage gegen K+S-Chef

Kassel/Meiningen - Der K+S-Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner und der Aufsichtsratsvorsitzende des Dax-Konzerns, Ralf Bethke, sind wegen Gewässerverunreinigung und unerlaubten Umgangs mit Abfällen angeklagt worden.

Die Anklage war bereits seit einiger Zeit bekannt, heute bestätigte die Staatsanwaltschaft im thüringischen Meiningen, dass sich die Vorwürfe auch gegen die beiden Topmanager richten.

Angeklagt sind insgesamt 14 K+S-Mitarbeiter, darunter auch weitere Vorstandsmitglieder, sowie zwei Mitarbeiter und ein ehemaliger Mitarbeiter des Thüringer Landesbergamtes. K+S wollte sich dazu am Freitag nicht äußern.

Es geht um 9,5 Millionen Kubikmeter Salzabwasser, das das Unternehmen von 1999 bis 2007 in den Erdboden gepumpt haben soll. Die Genehmigung dafür erteilte das Landesbergamt, obwohl aus Sicht der Ermittler die wasserrechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben waren. Laut Staatsanwaltschaft muss zwischen K+S und den Behördenvertretern ein Einverständnis darüber bestanden haben, "dass die Genehmigungen rechtlich nicht zu vertreten gewesen sind".

Das Unternehmen hält die Vorwürfe für unbegründet und die erteilten Genehmigungen für rechtmäßig. Das Landgericht Meiningen muss nun prüfen, ob es ein Hauptverfahren eröffnet.

dpa

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