Streik, Warnstreik, GDL, Bahn, Lokführer
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Fahrgäste warten am 01.09.2014 in der Eingangshalle des Hauptbahnhofs in Hannover (Niedersachsen).

Bahn wirft GDL Täuschung vor

Streik: Bahnverkehr läuft wieder normal

Berlin - Nach dem bundesweiten Warnstreik bei der Bahn hat sich der Verkehr auf den Schienen bis Dienstag weitestgehend normalisiert. Vereinzelt kann es aber noch zu Verspätungen oder Ausfällen kommen.

Update vom 7. Oktober 2014: Bei der Bahn wird wieder gestreikt! Von Dienstagabend 21 Uhr bis Mittwochmorgen 6 Uhr sollen nicht nur Fern- und Regionalzüge, sondern auch die S-Bahnen in allen deutschen Städten lahmgelegt werden. Da es sich um eine bundesweite und flächendeckende Arbeitsniederlegung handelt, ist auch München betroffen. Über alle aktuellen News und Infos rund um den Bahn-Streik informieren wir Sie in unserem Ticker.

Nach dem bundesweiten Lokführer-Warnstreik am Montagabend hat sich die Verkehrslage bei der Bahn am Dienstag weitgehend normalisiert. Nur vereinzelt komme es im Nah- und im Fernverkehr noch zu geringfügigen Verspätungen, teilte die Bahn am Morgen mit. Zehntausende Pendler und Fernreisende in ganz Deutschland waren von dem dreistündigen Ausstand betroffen, aber auch der Güterverkehr.

In den Bahnhöfen Hamburg und Hannover kam der gesamte Zugverkehr zeitweise zum Erliegen. Den Bahn-Angaben zufolge waren bundesweit rund 150 Züge betroffen. Im Güterverkehr kam es bei etwa 50 Zügen zu Beeinträchtigungen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte am Montag ein neues Tarifangebot der Bahn abgelehnt und ihre Mitglieder zu einem bundesweiten dreistündigen Warnstreik im Personen- und Güterverkehr aufgerufen. 90 Prozent der Güter- und Personenzüge hatten stillgestanden oder Verspätung, wie die GDL mitteilte.

Bahn wirft GDL Täuschung vor: Doch Zehntausende Fahrgäste betroffen

Die Mitglieder hätten einmal mehr gezeigt, dass „sie es satt haben, Überstunden zu machen und ihre berechtigten Interessen dann mit Füßen getreten werden“, sagte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky in einer Pressemitteilung. Neben Lokführern waren auch Zugbegleiter und Lokrangierführer zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Die Deutsche Bahn sprach in einer Stellungnahme von Zehntausenden betroffenen Fahrgästen. Personalvorstand Ulrich Weber warf der GDL vor, die Öffentlichkeit mit ihrer ursprünglichen Ankündigung, schwerpunktmäßig den Güterverkehr zu bestreiken, in die Irre geführt zu haben. "Die GDL hat Foul gespielt", erklärte Weber. In dem festgefahrenen Tarifstreit ist trotz eines neuen Angebots des Unternehmens keinerlei Bewegung in Sicht.

GDL plant ein oder zwei weitere Warnstreiks

Die Lokführergewerkschaft will dem ersten Warnstreik ein oder zwei weitere folgen lassen, wenn die Deutsche Bahn kein Angebot für kürzere Arbeitszeiten für das gesamte Zugpersonal vorlege. Das kündigte GDL-Chef Claus Weselsky zum Streikauftakt im Berliner Hauptbahnhof an. Der nächste Schritt wäre dann eine Urabstimmung „über längerfristige Maßnahmen“.

Auch im Tarifkonflikt bei der Lufthansa müssen Reisende weiter mit Streiks rechnen. Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg bekräftigte zwar am Montag, es werde keine zeitgleichen Streiks von Piloten und Lokführern geben. „Wir wollen Deutschland nicht lahmlegen.“ Er ließ aber offen, wann die Piloten erneut streiken wollen. Dies werde den Flugpassagieren rechtzeitig mitgeteilt. Bei der Lufthansa sagte eine Sprecherin: „Uns ist keine neue Streikankündigung bekannt.“ Von Streiks könnten auch die Mutter Lufthansa und deren Frachttochter Cargo betroffen sein.

dpa

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