Studie

Kräftiges Gehaltsplus für deutsche Chefs

Gummersbach - Geschäftsführer in Deutschland können sich laut Studie in diesem Jahr über einen kräftigen Anstieg ihrer Gehälter freuen. In welcher Branche am meisten verdient wird.

Die Gehälter von Geschäftsführern in Deutschland sind in diesem Jahr kräftig gestiegen. Sie kletterten um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf im Schnitt 389.000 Euro, wie die Unternehmensberatung Kienbaum aus Gummersbach am Montag mitteilte.

Besonders kräftig fiel das Gehaltsplus bei Vorsitzenden der Geschäftsführung aus. Hier stiegen die Entgelte um 4,2 Prozent auf 549 000 Euro. „Normale“ Geschäftsführungsmitglieder mussten sich mit einem Gehaltsplus von 3,2 Prozent zufriedengeben.

Der kräftige Anstieg spiegele die positive Geschäftsentwicklung in vielen Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr wider, betonte die Kienbaum-Vergütungsexpertin Julia Zmitko.

Am besten bezahlt wird der Studie zufolge in der Pharmabranche, der Automobilindustrie und der Chemischen Industrie. In der Pharmaindustrie liegt das Durchschnittsgehalt dieses Jahr demnach bei 661.000 Euro, in der Autobranche bei 616.000 Euro und in der Chemieindustrie bei 573.000 Euro.

Wichtigste Einflussgröße für die Vergütung sei dabei die Unternehmensgröße.

Fast alle Chefs bekommen laut der Unternehmensberatung Teile ihres Gesamtgehalts als kurzfristigen Bonus ausbezahlt - die Höhe beträgt im Schnitt für Allein-Geschäftsführer (meist kleinerer Firmen) 78.000 Euro, für Vorsitzende einer mehrköpfigen Geschäftsführung 205.000 Euro. Vereinbarungen über die Zahlung langfristiger Boni nehmen laut Kienbaum immer mehr zu. Solche Long Term Incentives bekommen demnach mehr als ein Fünftel der Geschäftsführer hierzulande.

Für die Studie hatte Kienbaum die Daten von 1294 Geschäftsführern in 704 Unternehmen untersucht.

dpa/AFP

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Brexit-Votum: Auch an der Wall Street brechen die Kurse ein

New York - Die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, schockt auch die Anleger in den USA: Die Wall Street ist am Freitag im Minus gestartet.
Brexit-Votum: Auch an der Wall Street brechen die Kurse ein

Euro und Pfund nach Brexit-Referendum abgestürzt

Frankfurt/Main (dpa) - Die Entscheidung der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union hat zu heftigen Turbulenzen am Devisenmarkt geführt. Der Eurokurs gab am …
Euro und Pfund nach Brexit-Referendum abgestürzt

Audi plant E-Auto-Offensive

Ingolstadt - Audi hat große Pläne: In zehn Jahren soll ein Viertel der verkauften Autos elektrisch angetrieben sein. Dafür sollen E-Autos in Großserie produziert werden. 
Audi plant E-Auto-Offensive

Müssen die Steuerzahler den Brexit ausbaden?

Großbritannien will die EU verlassen - und damit der drittgrößte Nettozahler der Staatengemeinschaft. Müssen die übrigen europäischen Steuerzahler jetzt das Loch im …
Müssen die Steuerzahler den Brexit ausbaden?

Kommentare