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Rund 4900 Menschen arbeiten in Oberbayern für Tengelmann. Nun droht die Zerschlagung der Handelskette.

In Oberbayern arbeiten rund 4900 Menschen für die Supermarktkette

Zerschlagung von Tengelmann droht

München - Rund 4900 Menschen arbeiten in Oberbayern für die von der Zerschlagung bedrohten Supermarktkette Tengelmann. In 192 Filialen, im Zentrallager in Eching (Landkreis Freising), der Logistik und der Verwaltung.

Aber ihre Chancen auf den Erhalt des Arbeitsplatzes scheinen besser zu stehen als die ihrer Kaiser's-Kollegen im Rheinland. Die 135 Filialen dort wiesen nach Unternehmensangaben „wesentlich schlechtere Kennzahlen auf als diejenigen in den Regionen Berlin und München“.

Der Lebensmitteleinzelhandel hat in München expandiert, „und auch Tengelmann hat hier in den letzten Jahren noch investiert“, sagte Dominik Datz von der Gewerkschaft Verdi. „Das ist eine lukrative, boomende Region.“ Die Kaufkraft sei hoch, und der Zuzug sorge für wachsende Nachfrage.

Zudem gibt es weniger Supermärkte als in anderen Regionen. „Auf einen Einwohner kommen in München nur 0,3 Quadratmeter Verkaufsfläche. Das liegt unter dem Bundesdurchschnitt“, sagte Bernd Ohlmann vom Handelsverband Bayern. Tengelmann komme in München auf stolze 14 Prozent Marktanteil: „Das kann sich sehen lassen!“

Bei einer Zerschlagung von Tengelmann könnte es zu Gebietsbereinigungen kommen - je nachdem, welcher Konkurrent den Zuschlag erhält. „Kaum ein Unternehmen würde zwei Filialen in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander betreiben“, sagte der Gewerkschafter. Aber im Einzelhandel würden Mitarbeiter gesucht.

dpa

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