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Tesla: Gefährliche Sicherheitslücke - 19-jähriger Bayer hackt sich in über 20 E-Autos

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Von: Patricia Huber

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Ein Tesla Model 3 von innen.
Ein 19-Jähriger hat eine Sicherheitslücke bei Tesla entdeckt. © MiS/Imago Images

Einen Tesla zu hacken ist unmöglich? Ein 19-Jähriger hat genau das jetzt geschafft - und auf eine wichtige Sicherheitslücke aufmerksam gemacht.

Palo Alto - Per Smartphone das Auto öffnen, abschließen oder die Heizung anstellen. Das alles ist bei Tesla* mittlerweile möglich. Diese Funktionen, die auf den ersten Blick sehr praktisch wirken, können jedoch auch zur potenziellen Gefahr werden. Denn die neue Technologie ist auch anfällig für Hacker-Angriffe.

Tesla: 19-Jähriger hat Zugriff auf Autos in zehn verschiedenen Ländern

Das hat jetzt sogar der 19-jährige David Colombo aus Bayern gezeigt. Auf Twitter schreibt der Gründer einer IT-Sicherheitsfirma: „Ich habe jetzt also die volle Fernsteuerung von über 20 Teslas in zehn Ländern und es scheint keine Möglichkeit zu geben, die Besitzer zu finden und sie zu informieren…“

Colombo hat keine böse Absicht. Er möchte lediglich auf die Sicherheitslücke aufmerksam machen. Seinen Angaben zufolge liegt diese jedoch nicht bei Tesla selbst, sondern bei den Besitzern der Autos. Daher wäre es ihm auch wichtig, die Fahrzeughalter darauf aufmerksam zu machen.

Tesla: Hack ermöglicht das Öffnen von Fenstern und Türen

Aber was ermöglicht ihm sein Hack überhaupt? In den Kommentaren erklärt er, dass er das Sicherheitssystem abschalten, Fenster und Türen öffnen und den Motor starten könnte. Er könne außerdem erkennen, ob sich der Fahrer derzeit in der Nähe des Autos befinde. Für Kriminelle wären diese Einblicke wohl ein absoluter Traum.

Über die Sicherheitslücke könnten Hacker während der Fahrt die Türen öffnen, die Scheinwerfer an- und abschalten oder laute Musik abspielen. Das könnte zu gefährlichen Situationen bis hin zu Unfällen führen. Eine gute Nachricht hat Colombo allerdings auch: Er könne nicht die volle Kontrolle über das Auto übernehmen. Lenken und Bremsen wären also nicht möglich.

Tesla wurde bereits auf das Problem aufmerksam und hat erklärt, die Sicherheitslücke zu überprüfen. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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