Ufo-Chef Nicoley Baublies: "Vor einer endgültigen Bewertung müssen wir das erstmal im Detail prüfen". Foto: Frank Rumpenhorst
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Ufo-Chef Nicoley Baublies: "Vor einer endgültigen Bewertung müssen wir das erstmal im Detail prüfen". Foto: Frank Rumpenhorst

UFO will Einigung zwischen Verdi und Lufthansa prüfen

Berlin/Frankfurt - Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo will sich die Tarifeinigung zwischen Lufthansa und Verdi für das Bodenpersonal der Fluglinie genau anschauen. "Vor einer endgültigen Bewertung müssen wir das erstmal im Detail prüfen", sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies.

Den geplanten Job-Gipfel bei der Lufthansa am 2. Dezember stelle die Einigung nicht infrage. Dort gebe es zudem die Gelegenheit, sich mit Verdi über die Einigung auszutauschen. Dennoch habe ihn gewundert, dass so eine weitreichende Vereinbarung kurz vor dem Gespräch zwischen den Gewerkschaften und dem Konzern getroffen wurde. Lufthansa und Verdi hatten sich am Samstag auf einen Tarifabschluss für die rund 33 000 Beschäftigten am Boden geeinigt.

Neben einem Gehaltsplus verständigten sich beide Seiten auch auf eine Neuregelung der umstritten betrieblichen Altersversorgung, die auch beim fliegenden Personal - also bei den Piloten und dem Kabinenpersonal - den Tarifstreit wesentlich mitbestimmt. Nach Angaben beider Seiten sei das Niveau der Betriebsrenten für alle derzeit Beschäftigten gesichert worden. Für Mitarbeiter, die ab 1. Januar 2016 eingestellt würden, gebe es neue Regelungen. Ufo, aber auch die Pilotengewerkschaft Cockpit, lehnen schlechtere Bedingungen für neue Mitarbeiter strikt ab.

dpa

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